Belgien: Keine strategischen Stromreserven für diesen Winter notwendig

Zum ersten Mal seit 2014 verzichtet Belgien auf eine strategische Stromreserve im Hinblick auf den Winter. Nach neuesten Erkenntnisse, reichen die Produktion im eigenen Land und die normalen Importmengen aus, um über den Winter 2018-2019 zu kommen, die aus dem Kabinett von Bundesenergieministerin Marie-Christine Marghem (MR) dazu verlautete.

Noch im Frühjahr hatte Energieministerin Marghem angedeutet, dass auch dieses Jahr eine strategische Stromreserve für den Winter angelegt werden müsse, doch neue Erkenntnisse sagen, dass dies nicht notwendig sei. Ursprünglich hatte Marghem vor, eine Reserve von 500 Megawatt Strom anzulegen. Dies würde in etwa der Hälfte der Kapazität eines klassischen Atommeilers entsprechen.

Doch Studien von Netzbetreiber Elia belegen, dass eine solche Reserve für den kommenden Winter nicht notwendig ist. Diese Studie wurde von der belgischen Regulierungsbehörde für Energie, GREG, untersucht und bestätigt. Zudem analysierte auch Marghems eigenes Ministerium die Zahlen der Elia-Studie.

Demnach reicht die Elektrizitätsproduktion in Belgien dazu aus, ausreichend Strom auch für den kommenden Winter zu produzieren. Außerdem stehen genügend Importmöglichkeiten von Elektrizität aus dem Ausland zur Verfügung, so das Marghem-Kabinett dazu.