Nicolas Maeterlinck

Brüssel und Limburg haben eine gute touristische Sommersaison hinter sich

Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels der belgischen Hauptstadt Brüssel haben sich nach den Anschlägen vom März 2016 rasch wieder erholen können. Inzwischen sind die Betten in den Hotels sogar besser ausgebucht, als in den Jahren vor den Terroranschlägen. Brüssel wirkt wieder anziehend und auch einige Events in und außerhalb der Hauptstadt sorgten für zusätzliche Übernachtungen. Doch auch die flämische Provinz Limburg blickt auf einen gelungenen Sommer zurück.

Laut den Statistiken der Brussels Hotel Association und dem Tourismusverband visit.brussels lag der Besetzungsgrad der Hotelbetten im Juli dieses Jahres bei 77 %. Das ist deutlich mehr als im Rekordjahr 2015, also dem Jahr vor den Anschlägen, als dieser Wert bei 73 % gelegen hatte. Das bedeutet, dass viele Touristen wieder nach Brüssel zurückkommen oder dass die belgische Hauptstadt neu entdeckt wird.

Doch auch andere Faktoren begünstigten diese Zahlen, denn im Juli fand in Brüssel ein Nato-Gipfel statt und in Boom in der flämischen Provinz Antwerpen lockte das weltbekannte Technofestival Tomorrowland zehntausende Tanz- und Feierwütige aus aller Herren Länder nach Belgien, von denen nicht wenige auch in Brüssel ihre Hotels gebucht hatten. An den beiden Wochenenden von Tomorrowland lag der Besetzungsgrad in den Brüsseler Hotels jeweils bei 93 %...

Im August, das ist der zweite Ferienmonat in Belgien nach der Hauptsaison im Juli, gingen die Zahlen etwas zurück. Dabei waren 68 % Bettenbuchung noch immer 4 % besser als 2015 und 9 % besser als 2017, so visit.brussels. Das auch um August so viele Übernachtungen gebucht wurden, lag auch am Blumenteppich auf dem Großen Markt der Stadt (Foto oben), der ebenfalls Touristen aus der ganzen Welt anzieht. 

Erfolgreicher Sommer auch in der flämischen Provinz Limburg

In den Sommermonaten Juli und August haben etwa 325.000 Feriengäste rund 1,3 Millionen Übernachtungen in der Provinz Limburg gebucht. Das entspricht einem Anstieg um 18 % innerhalb von nur 5 Jahren. Der dortige Fremdenverkehrsverband Toerisme Limburg gibt an, dass dies im diesem Sommer aber auch an den heißen Temperaturen gelegen habe, wovon wiederum die Ferienparks profitieren konnten. Doch auch die Hotels, Ferienwohnungen und B&B’s konnten ihre Zahlen steigern.

Limburg ist über die Grenzen des Landes hinaus auch als Fahrradparadies bekannt. Keine andere Region in Flandern (und in Belgien) hat ein derart ausgeklügeltes Radwegenetz, wie die Provinz Limburg.

Seit TIME Magazine „Rad fahren durchs Wasser“ am Rande des Freilichtmuseums von Bokrijk (Foto unten) in die Liste der „100 World's Greatest Places“ gesetzt hat, steigen auch hier die Zahlen - auch über die beiden Sommermonate hinaus. Am letzten Ferientag, Sonntag, den 2. September radelten oder wanderten rund 6.600 Menschen über die ins Wasser gebaute Brücke. Das war ein absoluter Rekord…