Im Stadtmuseum von Lier wurde ein vergessener Druck aus dem Rubens-Atelier entdeckt

In der Sammlung des Stadtmuseums von Lier in der Provinz Antwerpen ist ein Druck eines Mitarbeiters von Pieter Paul Rubens entdeckt worden (Fotos). Offensichtlich ist dieses Werk zu einer Zeit entstanden, in der Rubens in Lier ein Atelier unterhielt. Das Stadtmuseum von Lier ist derzeit noch geschlossen, soll aber nach umfassender Renovierung und Neuordnung Ende September wiedereröffnet werden.

Die Gravur ist ein Werk von Lucas Vorsterman, einem Mitarbeiter Pieter Paul Rubens‘ in dessen Werkstatt in Lier. Sie entstand aufgrund eines Gemäldes, das Rubens von der italienischen Marquise Isabella d’Este (1474-1539) anfertigte. Das Gemälde selbst ist seit Jahrhunderten schon verschollen…

Die dem Gemälde entsprechende Zeichnung, ein Druck, wurde jetzt aber entdeckt und zwar von Mitarbeitern der Königlichen Bibliothek von Belgien und des Rubenariums (ein wissenschaftliches Zentrum für flämische Kunst aus dem 16. und 17. Jahrhundert) anlässlich eines Arbeitsbesuchs in den Archiven des Stadtmuseums von Lier entdeckt.

„Unsere Sammlung ist plötzlich durch ein einmaliges Werk ergänzt worden. Dieses Werk wird mit Sicherheit Teil einer unserer Fokusausstellungen.“, so Rik Verwaest (N-VA), Kulturschöffe der Stadt Lier. 

Neuerwerbungen in Lier

Ende September wird das Stadtmuseum von Lier nach umfangreicher Renovierung wiedereröffnet. Um die Sammlung des Museums zu ergänzen, wurden unlängst neue Werke erworben. Dabei handelt es sich u.a. um das Gemälde „Er gebeurt iets“ (Es geschieht etwas) von Felix Timmermans (1886-1947) aus dem Jahr 1922.

Timmermans stammte aus Lier und lebte und arbeitete dort bis zu seinem Lebensende. Weitere Neuerwerbungen sind zwei Siegelmatrizen aus Lier, die aus dem 14. und dem 16. Jahrhundert stammen. Diese Matrizen konnten bei einem Privatsammler aus Wallonien erworben werden.