Flämische Bierbrauereien wollen in Zukunft Wasser sparen

Durchschnittlich sechs Liter Wasser werden für den Brauprozess für einen Liter Bier benötigt. Diese Menge soll jetzt zumindest in Flandern reduziert werden. Dazu schloss Landesumweltministerin Joke Schauvliege mit neun Brauereien einen „Green Deal“, in dem sich die Brauer engagieren, den Wasserverbrauch innerhalb des Brauprozesses bis 2022 deutlich zu senken.

Der Brauprozess verlangt viel Wasser, viel mehr, als die eigentliche Literproduktion von Bier. Rund sechs Liter Wasser werden durchschnittlich benötigt, um einen Liter Bier zu brauen. Viel Wasser wird zum Beispiel gebraucht, um die Rohstoffe im Vorfeld zu waschen und auch um alle Gerätschaften, die zum Brauen genutzt werden, zu reinigen.

Auch das Leergut muss vor der Wiederverwendung ausgiebig gespült werden. Doch einige in Flandern heimische Brauereigruppen und unabhängige Brauereien wollen jetzt versuchen, die nach unten zu korrigieren.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die neun Mitglieder der Gruppe, die mit Flanderns Umweltministerin Schauvliege einen sogenannten „Green Deal“ geschlossen haben, mit dem sie sich dazu verpflichten, ihren Wasserverbrauch zu senken, wollen gemeinsam Verfahren in dieser Hinsicht entwickeln und untereinander ihre Erfahrungen austauschen.

Ein erster Schritt könnte zum Beispiel sein, beim Brauen weitgehend auf Trinkwasser zu verzichten und durch auch selbst gereinigtem Brauchwasser zu ersetzen. Diese Idee lancierte die „Flämische Umweltgesellschaft“ zu diesem Thema.

Folgende neun Brauereien oder Brauereigruppen aus Flandern machen bei dem „Green Deal“ mit: AB InBev, Alken-Maes, Cornelissen, De Halve Maan, Duvel Moortgat, Haacht, Het Anker, Huyghe und Verhaeghe-Vichte. Umweltministerin Schauvliege richtete in diesem Zusammenhang auch einen Appell an andere Brauereien, sich der Initiative anzuschließen: „Intelligent und bewusst mit Wasser umzugehen, ist für alle Brauer angesagt.“