Flandern bittet die Gemeinden um den Abbau überflüssiger Verkehrsschilder

Die flämische Landesregierung hat ein Rundschreiben an alle Städte und Gemeinden verschickt, in dem sie darum bittet, möglichst viele überflüssige Verkehrsschilder zu entfernen. „Ziel ist, dass alles etwas lesbarer wird", so Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) dazu. Dem Schreiben wurde eine Liste von rund 20 Schildern beigefügt, die in bestimmten Situationen ohnehin unnötig sind.

Verkehrsminister Weyts verdeutlich mit einigen Beispielen, wo Verkehrsschilder unwichtig sind und wo sie für Unsicherheiten sorgen können: „Wir bitten die Gemeinden, dass sie einmal in ihrer Kommune nachschauen, ob einige Schilder nicht wegkönnen. Dabei handelt es sich um Schilder, die eine Situation doppeln oder die nicht mehr geeignet sind."

„Zum Beispiel ist das Schild „Überholen verboten" dort überflüssig, wo eine durchgezogene weiße Linie die Straße markiert. Anderes Beispiel: Auf Kreuzungen, an denen Zebrastreifen mit Ampeln geregelt werden, sind Verkehrsschilder, die vor überquerenden Fußgängern warnen, überflüssig."

Die flämischen Verkehrsbehörden wollen Städten und Gemeinden nicht dazu verpflichten, den lokalen Schilderwald zu durchforsten, ob nicht hier und da ein Schild „gefällt" werden muss. Ziel ist aber, dass der Verkehr „lesbarer wird", wie Minister Weyts angibt: „Bei uns in Flandern stehen einfach zu viele Verkehrsschilder am Straßenrand."

„Lesbarer, also sicherer"

„Eine Überladung an Verkehrsschildern ist für die Lesbarkeit des Straßenverkehrs negativ und kann eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. Wir wollen so wenig Verkehrsschilder wie möglich, damit der Straßenverkehr verständlich bleibt. Mit dieser Sache beschäftigen wir uns schon länger.", so Weyts.

Inzwischen hat die flämische Landesagentur für Straßen und Verkehr (AWV), dass das hiesige Straßenverkehrsnetz verwaltet, eine Liste von rund 20 Verkehrsschildern erstellt, die in bestimmten Situationen überflüssig sind.