2018 Royal Belgium Pool

Anschlag auf die Roten Teufel geplant: Ex-Syrienkämpferin festgenommen

Anfang August ist in der Brüsseler Gemeinde Ukkel eine 25 Jahre alte Frau festgenommen worden, die über einen geschlossenen Chatkanal zu einem Anschlag auf die belgische Fußball-Nationalmannschaft aufgerufen hatte. Ziel des Anschlags war offenbar die Begrüßung der Roten Teufel in der Brüsseler Altstadt am 15. Juli, als zehntausende Fans ihre Rückkehr nach Platz 3 bei der Fußball-WM in Russland zujubelten.

Die Justiz wirft der Frau aus Brüssel vor, über den geschlossenen Chat-Messenger „Telegram“ - ein häufig für die Kommunikation in Terrorkreisen genutzter Weg - gewaltbereite Islamisten zu Anschlägen auf die jubelnden Fans am 15. Juli aufgerufen zu haben, wie die Bundesstaatsanwaltschaft am Montag bestätigte. Daraufhin sei die Frau festgenommen worden. Seit Anfang August sitzt die Frau in U-Haft.

Damals waren über 40.000 Menschen im Zentrum von Brüssel und rund 8.000 Fans am Großen Markt zusammengekommen, um den dritten Platz der Roten Teufel bei der WM in Russland zu feiern (Foto oben).

Für die Anti-Terror-Ermittler in Belgien ist die Brüsselerin keine Unbekannte - ganz im Gegenteil. Yousra B. war 2016 nach einem Jahr in Syrien, wo sie sich radikalen Islamisten angeschlossen hatte, nach Belgien zurückgekehrt und sofort festgenommen worden. 

Potentielle Gefährderin unter ständiger Beobachtung

Hier wurde sie damals wegen Terrorismus zu einem Jahr Haft verurteilt. Seit ihrer Entlassung aus der Haft wurde die als Gefährderin angesehene Frau ständig beobachtet und sie wurde daran gehindert, erneut nach Syrien zu reisen.

Anfang August wurde sie nach ihren Terroraufruf festgenommen. Jetzt lauten die Vorwürfe gegen die Frau auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und auf Aufruf zu terroristischen Gewalttaten.

James Arthur Photography