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Belgien und Großbritannien gemeinsam gegen Schleuser und Transmigranten

Die britische Polizei hat sich dazu bereit erklärt, sich noch intensiver als bisher in Belgien am Kampf gegen Schleuser und gegen Migranten, die Belgien nur auf dem Weg nach England durchqueren, zu beteiligen. Dies gaben Bundesaußenminister Jan Jambon und Asylstaatssekretär Theo Francken (beide N-VA) nach einem Treffen mit dem britischen Innenminister Sajid Javid (Foto) im Rahmen eines Arbeitsbesuches in Zeebrügge bekannnt.

Jambon und Franken kündigten erst am Montag an, dass ein umfassender Aktionsplan gegen Menschenschmuggler und gegen sogenannte Transmigranten läuft. Dazu fand eine Kontrollaktion an neuralgischen Punkten statt, an denen sich illegale Einwanderer auf den Weg auf die britischen Inseln machen, wobei rund 100 Personen festgenommen wurden. Dazu gehört aber auch die Einrichtung eines Auffangzentrums für alle hier festgenommenen Transitmigranten.

Ergänzend kam noch die Ankündigung hinzu, dass die Polizei mit mehr Beamten an diesem Kampf beteiligt wird, der sich auch rund um den Nordseehafen Zeebrügge abspielt, wo solche Transitmigranten mit allen Möglichkeiten versuchen, auf Frachter oder Fähren in Richtung Großbritannien zu gelangen. 

Problem in Großbritannien erkannt…

In den Gesprächen mit dem britischen Innenminister gab dieser an, das Problem dieser Transitmigration, mit der Belgien so schwer zu kämpfen hat, erkannt zu haben. Sajid Javid sagte zu, dass auch britische Polizisten in Zeebrügge im Rahmen einer „Partnership“ dabei helfen sollen, eine Lösung für dieses Problem herbeizuführen. 

Britische Polizisten im Einsatz in Belgien

Neben dem Einsatz von mehr belgischen und zusätzlichen britischen Polizisten soll der Hafen von Zeebrügge aber auch durch mehr Überwachungskameras, durch höhere und bessere Zäune, durch eine bessere Abschirmung und durch eine Kommandozentrale, in der alle dahingehenden Vorgänge koordiniert werden, abgesichert werden, so Innenminister Jambon.

Asylstaatsekretär Francken kann sich vorstellen, dass sich der Einsatz von britischen Polizisten auf Dauer nicht nur auf Tätigkeiten rund um den Hafen von Zeebrügge beschränkt bleibt, sondern auch auf Einsätze tiefer im belgischen Landesinneren ausgeweitet wird. Das bedeutet seiner Ansicht nach auch, dass sich britische Beamten an Kontrollen an den in dieser Hinsicht allbekannten LKW-Parkplätzen und Raststätten entlang der Autobahn E40 in Richtung Nordseeküste beteiligen sollen.