Küstenschutz: Am Strand von Zeebrügge entstehen neue Dünen von selbst

Seit einiger Zeit ist am Strand der Hafenstadt Zeebrügge ein interessantes Phänomen zu beobachten. Dort entstanden in nur kurzer Zeit einige neue Dünen und zwar wie von selbst. Diese Dünen sind zwar noch recht klein, können aber weiter wachsen, denn Pflanzen, Sand und Wind tun ihr Übriges dazu.

Seit einigen Jahren verzichtet die Stadtverwaltung von Zeebrügge darauf, den Strand vor der Nordseeküste maschinell zu säubern. Der Müll wird demnach von Hand beseitigt. Das bedeutet aber auch, dass dort entstehende Pflanzen nicht mehr automatisch abrasiert werden, sondern sich selbst überlassen bleiben.

Diese Pflanzen, zumeist Grassamen, können dort keinem und wachsen und je größer diese Gräser werden, je mehr vorbeiwehenden Sand halten sie auf. Dadurch entstehen neue Dünen. Und diese Dünen haben ihren Nutzen, auch wenn sie spontan und von selbst entstehen.

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Stefaan Brinckman (Foto oben) vom flämischen Naturschutzverband ‚Natuurpunt‘ sagt, dass diese Dünen eine gute Sache für den Küstenschutz bei einer Sturmflut sein können. Sie fungieren nämlich als natürliche Wellenbrecher. Wellen verlieren an Stärke, wenn sie auf natürliche Dünen stoßen.

Überdies, so Brinckman, wird so viel Sand am Strand festgehalten, der sonst weiterweht oder der ins Meer zurückgespült wird. Dadurch muss auch nicht mehr so viel Sand künstlich auf die Strände an der belgischen Nordseeküste gebracht werden:

„Diese Sandlieferungen sind sehr teuer und die neuen Dünen bekommen wir gratis. Das ist also auch gut für den Steuerzahler.“, so Stefaan Brinckman.