Transmigration: Rastplatz Wetteren nach tödlicher Messerstecherei 3 Monate lang dicht

Die Autobahnraststätte von Wetteren in der Provinz Ostflandern wird für mindestens drei Monate gesperrt. Diese sowohl bei LKW-Fahrern, als auch bei Menschenschleusern beliebte Raststätte an der E40 war in der Nacht zum Mittwoch Schauplatz einer Messerstecherei zwischen Transmigranten. Dabei war ein junger Mann aus Eritrea ums Leben gekommen. 

Am frühen Mittwochmorgen gegen 1 Uhr war am Rastplatz in Wetteren eine Schlägerei zwischen Transmigranten (illegale Einwanderer auf der Durchreise nach Großbritannien) ausgebrochen. Dabei kam ein etwa 24 Jahre alter Mann, der vermutlich aus Eritrea stammte, durch mehrere Messerstiche ums Leben.

Daraufhin beschlossen der Bürgermeister von Wetteren, der Gouverneur der Provinz Ostflandern und Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) diese Raststätte auf der E40-Fahrbahnseite in Richtung Nordseeküste ab Donnerstagabend für die Dauer von drei Monaten Tag und Nacht zu schließen.

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Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, um Menschenschmuggler und Transmigranten zu entmutigen, von hier aus zu versuchen, auf den Ladeflächen von Lastwagen auf Fähren in Richtung britische Inseln zu erreichen. 

„Das ist das erste Mal, dass wir sowas in Ostflandern erleben. Wir wollen, dass das auch das letzte Mal ist.“

Provinzgouverneur Jan Briers

Wie es dazu kommen konnte, ist noch nicht deutlich. Im Laufe des Mittwochs wurden mehrere Trucker als Zeugen angehört. Die LKW-Fahrer hatten die Schlägerei aus etwas Entfernung beobachten können.

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Die Lastwagenfahrer allerdings sind nicht unbedingt damit einverstanden, dass nach dem Rastplatz Jabbeke vor einigen Tagen jetzt eine zweite Raststätte geschlossen wird, wo sie sich verpflegen und duschen können, bzw. wo sie tanken und rasten können.

Innenminister Jambon hofft, mit dieser Maßnahme Resultate erzielen zu können, doch bekanntlich suchen sich die Schleuser und deren Opfer, die Transmigranten zumeist rasch eine neue Möglichkeit, irgendwie nach England zu gelangen.