Greenyard hat die Ursache für die Listeria-Verseuchung im Werk in Ungarn gefunden

Das belgische Lebensmittelunternehmen Greenyard, dass Tiefkühlobst und -gemüse herstellt, hat die Ursache für die Listeria-Verseuchung einiger Lieferungen in ihrem Produktionswerk in Ungarn entdeckt und beseitigt. Anfang des Sommers beunruhigten eine fast weltweite Rückrufaktion und Meldungen von erkrankten und gestorbene Kunden die Verbraucher. 

Anfang Juli gab die Lebensmittelagentur der EU-Kommission bekannt, dass in den vergangenen Jahren in Europa 9 Personen an den Folgen einer Listeria-Verseuchung von Produkten, die in einem ungarischen Werk für das belgische Lebensmittelunternehmen Greenyard hergestellt wurden, gestorben waren. 38 weitere Verbraucher seien an der gleichen Vergiftung schwer erkrankt.

Zunächst hieß es dazu von Seiten Greenyards, dass es „keine kausale Verbindung zwischen der Fabrik und den Sterbefällen gibt“, doch vorsorglich wurden Tiefkühlprodukte des Unternehmens aus dem Handel in rund 80 Ländern weltweit aus dem Handel genommen. Überdies wurde das Werk in Ungarn geschlossen.

Nach einer gründlichen Überprüfung des gesamten Produktionsweges innerhalb der Fabrik in Ungarn gab Greenyard jetzt bekannt, den Ursprung der Listeria-Verseuchung dort entdeckt und beseitigt zu haben. Diese Bakterie befand sich demnach in einem Gefriertunnel, wo sie sich trotz regelmäßiger Reinigung und Desinfizierung immer wieder neu entwickeln konnte.

Greenyard gab an, den betreffenden Gefriertunnel in der Produktionskette ersetzt zu haben. Das Werk werde in Kürze wieder geöffnet und könne weiterproduzieren. Das Unternehmen gab an, dass sich der finanzielle Schaden des gesamten Unterfangens mit einem Aufwand von rund 30 Mio. € (Rückruf, Produktionsstopp, Überprüfung der Fabrik, Erneuerung des verunreinigten Gefriertunnels) im Rahmen gehalten habe.