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Trucker-Verband BTB protestiert gegen die Schließung von LKW-Rastplätzen an der E40

Der belgische Interessenverband der Beschäftigten im Straßentransport, BTB, ruft seine Mitglieder, vornehmlich Lastwagenfahrer, dazu auf, ihre Ansicht zum Thema Schließung von Rastplätzen durch Probleme mit Transmigranten öffentlich kundzutun. Die Trucker wollen keine Blockaden organisieren, so BTB-Sprecher John Reynaert, sondern nur auf ihre Probleme aufmerksam machen.

Neben der Trucker-Gewerkschaft ist auch der belgische Transportunternehmerverband Febetra mit dem Schritt der Provinz Ostflandern und dem belgischen Innenministerium, die Rastplätze von Jabbeke und Wetteren an der E40 in Richtung Küste für einen bestimmten Zeitraum (zwischen einem und drei Monaten) zu schließen, nicht einverstanden.

Beide bei LKW-Fahrern beliebten und von diesen dringend benötigten Raststätten wurden und werden eine Zeit lang geschlossen, weil sich von dort aus Menschenschmuggler und Transmigranten für illegale Einwanderungen in Großbritannien organisieren. In Wetteren war in der Nacht zum Dienstag ein Eritreer bei einer Messerstecherei zwischen Transmigranten ums Leben gekommen.

„Die Schließung von Autobahnraststätten führt dazu, dass die Lastwagenfahrer immer weniger Möglichkeiten haben, ihre gesetzlichen Rast- und Ruhezeiten einhalten zu können.“

John Reynaert, BTB

Bei der BTB hieß es dazu: „Die Schließung von Autobahnraststätten führt dazu, dass die Lastwagenfahrer immer weniger Möglichkeiten haben, einen Parkplatz zu finden, an dem sie ihre gesetzlichen Rast- und Ruhezeiten einhalten können. Die Fahrer erwarten sonst empfindlich hohe Bußgelder, die sie aus eigener Tasche bezahlen müssen.“ 

Maut-Gelder zur Sicherheit nutzen

Manchmal müssen die Lastwagen auf dem Pannenstreifen anhalten, auch wenn dies verboten ist. Doch die dafür entfallenden Bußgelder sind niedriger, als die bei Verstößen gegen die Ruhezeiten. Am Donnerstagabend wollen sich viele Trucker in Wetteren am dortigen Rastplatz treffen, um gegen diese Schließungen zu protestieren.

Gewerkschaften und Transportunternehmer rufen die Politik dazu auf, durch die LKW-Maut eingenommene Mittel zur Verbesserung der Sicherheit an den Raststätten einzusetzen, denn alles, was bisher gegen die Schleuser und die Transmigranten in die Wege geleitet wurde, habe zu nichts geführt.