BELGA/BOGAERTS

Autofreier Sonntag in 41 Städten und Gemeinden: Wo bleibt das Auto stehen?

Noch nie haben so viele Gemeinden in Brüssel und in Belgien einen autofreien Sonntag gehalten. Mit dieser Initiative beginnt auch die Woche der Mobilität. Nachdem Leuven bereits am 26. August, Poperinge am 2. September und Turnhout am 9. September den privaten Kraftfahrzeugverkehr verboten hatten, findet der Höhepunkt der Aktion zweifellos am Sonntag, dem 16. September statt.

Mit einem Grundgebiet von rund 120 km² ist die Region Brüssel-Hauptstadt das größte Gebiet, in dem der Autoverkehr am Sonntag verboten ist. Das Verbot gilt von 9.30 bis 19 Uhr und betrifft alle Motorfahrzeuge, einschließlich der LPG- und Elektrofahrzeuge.

Zugelassen sind ausschließlich Rettungswagen, öffentliche Nutzfahrzeuge und Fahrzeuge, für die der Inhaber eine Ausnahmegenehmigung erhalten hat.

Wer sich in der Region Brüssel fortbewegen will, kann auf die Trams, Busse und in die Metro der Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB umsteigen; sie fahren am Sonntag kostenlos. Auch die belgische Bahn beteiligt sich an der Woche der Mobilität, indem alle Fahrten am Sonntag nur je 5 Euro kosten. 

Buntes Rahmenprogramm

Obwohl der private Autoverkehr stillgelegt wird oder gerade deshalb finden zahlreiche Veranstaltungen statt, darunter der Tag des Offenen Denkmals, der Brussels Bike Circus, die Bike-Brussels-Messe, der traditionelle Bauernmarkt im Park von Brüssel u. v. m. An der Kapellenplein in den Marollen wird ein Straßenkunstfestival organisiert.

Wer den autofreien Sonntag lieber in einer anderen Stadt erlebt, kann sich in den Zug nach Brügge, Gent oder Antwerpen setzen. Aber auch in kleineren Städten bleiben die Straßen für König Auto gesperrt, u. a. in Aalst und Vilvoorde bei Brüssel, in Iepern und Oostende an der Küste, in Deinze und Kortrijk in Westflandern oder noch in Bilzen und Hasselt in der Provinz Limburg.

Nachhaltige Mobilität

Dem Netwerk Duurzame Mobiliteit zufolge – die treibende Kraft hinter der Initiative – werden rund 2 Millionen Flamen einen autofreien Stadt- oder Dorfkern erleben und mit nachhaltiger Mobilität, Raumordnung, Umwelt, Gesundheit, Verkehrssicherheit und anderen verwandten Themen konfrontiert.

Das vollständige Veranstaltungsprogramm wurde unter www.weekvandemobiliteit.be zusammengebracht.