Bart De Wever beklagt „Anti-N-VA-Bashing“. Seine Partei will überall die größte werden.

Während eines Vorwahltages für Familien, der am Sonntag von seiner Partei im Vergnügungspark Plopsaland in La Panne organisiert wurde, bekräftigte der N-VA-Parteivorsitzende Bart De Wever seine Partei werde gezielt angegriffen, reagiere hierauf aber mit noch stärkerem innerem Zusammenhalt. Der Chef der flämischen Nationalisten bekräftigte auch seinen Wunsch, die N-VA bei den Kommunalwahlen vom 14. Oktober zur größte Partei zu machen. Bisher wird diese Position noch von den Christdemokraten der CD&V eingenommen.  

Der Wahlkampf in Antwerpen – wo Bart De Wever der amtierende Bürgermeister ist – wird mit harten Bandagen geführt. Er wird dort unter anderem wegen seiner Pläne zur Bekämpfung des Drogenhandels von seinen politischen Gegnern intensiv kritisiert. In den flämischen und belgischen Regierungskoalitionen, denen sie angehört, wird die N-VA ebenfalls von ihren Partnern kritisiert.

"Die N-VA ist eine offene Partei, in der jeder für sich selbst steht, eine Partei mit Mitgefühl und gegenseitiger Solidarität", sagte De Wever in seiner Rede während des Familientages und er versuchte, seine Truppen einige Wochen vor den Kommunalwahlen zu konsolidieren.

„Qualität der Bildung muss sich bessern“

In seiner Rede betonte Bart De Wever noch einmal die Notwendigkeit, die Qualität der Bildung in Flandern zu verbessern, und sich von Reformen zu verabschieden, die an diesem Ziel vorbei geschossen seien. Er betonte auch, die Beherrschung der niederländischen Sprache sei ein wichtiger Faktor der bürgerlichen Emanzipation. "Stoppen Sie die Bildungsreformen, die die Messlatte effektiv zu niedrig legen", sagte er und verurteilte insbesondere die Reformen, die von den verschiedenen flämischen Schulträgern durchgeführt wurden.

Am Mikrofon des VRT bekräftigte der Vorsitzende des N-VA auch den Wunsch seiner Partei, ihre dominante Stellung auf lokaler Ebene auszubauen. "Wir sind die größte Partei in Flandern und im belgischen Parlament, und wir wollen das jetzt in den Stadt- und Gemeinderäten auch werden. Bei den letzten Kommunalwahlen von 2012 haben wir große Fortschritte gemacht, und wir wollen diese Fortschritte fortsetzen", sagte er.

Der Familientag in Plopsaland für flämische Nationalisten war ein großer Erfolg. Er wurde von 13.000 Parteimitgliedern und ihren Familien besucht. Viele andere mussten sogar aus Platzmangel abgelehnt werden, so De Wever.

Die N-VA wird bei den Wahlen am 14. Oktober in 322 flämischen Gemeinden und Städten rund 7.000 Kandidaten präsentieren.