Brüssel: Polizist am Maximilianpark mit Messer angegriffen - Täter wurde niedergeschossen

Am frühen Montagmorgen ist am Maximilianpark in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs und des Ausländeramtes ein Polizist mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt worden. Ein weiterer Polizist feuerte auf den Angreifer, wobei dieser lebensgefährlich verletzt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, legt jedoch Wert auf die Feststellung, dass es sich dabei nicht um einen Terroranschlag handelt.

Der Vorfall ereignete sich am Antwerpsesteenweg wo sich das Ausländeramt, der WTC-Tower und der Maximilianpark befindet. Dort kontrolliert die Brüsseler Lokalpolizei regelmäßig die sich dort aufhaltenden Flüchtlinge und Asylsucher. Eine Streife fand am Montagmorgen einen schlafenden Mann vor dem WTC-Turm und wollte diesen überprüfen.

Der Mann zog sofort ein Messer und wollte seine Waffe auch dann nicht fallenlassen, als die Beamten mit Pfefferspray reagierten. Er holte dabei mit seinem Messer gegen einen der Beamten aus und verletzte diesen dabei leicht. Der andere Beamte schoss daraufhin dreimal auf den Täter und verletzte diesen dabei mit zwei Treffern lebensgefährlich. 

„Die Identität des Verdächtigen ist noch nicht formell bekannt. Auch sein Motiv ist noch unbekannt, doch es liegt kein Grund vor, um hierbei an einen Terroranschlag zu denken.“

Ine Van Wymersch - Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft von Brüssel eröffnete danach dem Regelwerk entsprechend zwei Untersuchungen. Eine behandelt den Messerangriff auf die Beamten und eine weitere betrifft den Schusswaffengebrauch durch Polizisten.

Am Montagvormittag hatte die Spurensicherung den Tatort (Foto oben) noch abgesperrt. Weder zu einem Motiv des Täters, noch zu dessen Identität konnte die Brüsseler Staatsanwaltschaft am Morgen etwas mitteilen. Sicher sei nur, dass es sich dabei auf keinen Fall um einen Terrorakt handele, so Ine Van Wymersch, die Sprecherin der Brüsseler Staatsanwaltschaft.