Weniger Verkehrstote in Belgien - Historischer Minuswert

In der ersten Jahreshälfte 2018 haben 191 Menschen ihr Leben bei Verkehrsunfällen in Belgien verloren. Das waren 30 Todesopfer weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum, die das belgische Verkehrsinstitut VIAS mitteilte. Noch wie seit Erhebung derartiger Statistiken kamen so wenig Menschen in einer ersten Jahreshälfte in unserem Land bei Verkehrsunfällen ums Leben. 

14 % weniger Verkehrstote in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres zeigen die VIAS-Statistiken auf und dieser Wert verteilt sich auf die Länder und Regionen, was unterstreicht, dass die Zahlen in allen Landesteilen in Belgien gesunken sind. Diese Zahlen mögen erfreuen, doch im Allgemeinen bleiben die Unfallzahlen in unserem Land weiter zu hoch.

Zwar sank auch die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen leicht und zwar von 23.865 auf 23.458 bzw. um 1,7 % innerhalb der ersten Jahreshälfte, doch die Gesamtzahl der Unfälle mit Personenschaden blieb mit einem Minus um 0,6 nahezu gleich, auch wenn es sich in absoluten Zahlen ebenfalls um einen Minusrekord handelt.

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In Flandern beeilt sich Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) zu unterstreichen, dass der seit Jahren anhaltende Trend von weniger Verkehrsopfern auch aufgrund der Maßnahmen seiner Regierung stattfindet: Tempo 30 rund um Schulen, Tempolimit auf Landstraßen von 90 km/h auf 70 km/h gesenkt, verbesserte Infrastruktur an zahlreichen neuralgischen Punkten usw…

Zudem, so der Minister weiter, werden die Autos immer sicherer und immer mehr Autofahrer schnallen sich an (!): „Wir haben beim Start dieser Regierung gesagt, dass wir bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten in Flandern halbieren wollen. Also, wenn es sich so weiter entwickelt, dann erreichen wir diese Zahl auch.“

Probleme: Senioren, Trucker und Radfahrer

Auffallend ist in dieser Statistik, dass die Zahl der Verkehrstoten im Bereich der über 65 Jahre alten Verkehrsteilnehmer von 46 auf 53 angestiegen ist und alleine in Flandern verloren 7 Radfahrer aus der gleichen Altersklasse ihr Leben bei Unfällen mit ihrem Fahrrad. Einige davon bewegten sich auf E-Bikes fort und konnten wohl das Tempo dieser elektrischen Fahrräder nicht einschätzen.

Schier dramatisch ist die Zahl der LKW-Fahrer, die Unfälle mit Todesfolge verursachen. In der ersten Jahreshälfte 2017 kamen so 3 Menschen ums Leben. Zwischen Januar und Juni 2018 verloren hingegen 19 Verkehrsteilnehmer durch Lastwagenunfälle ihr Leben.

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Positiv in den Unfallstatistiken ist der deutliche Rückgang von Unfällen an Bahnübergängen. Nach Zahlen des bahneigenen Infrastruktur-Dienstleisters Infrabel sank die Zahl dieser Unfälle in der ersten Jahreshälfte 2018 von 29 auf 22 im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Allerdings wurden bei Unfällen an Bahnübergängen drei Verkehrsteilnehmer schwer verletzt und zwei Personen wurden schwer verletzt. 

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