Nicolas Maeterlinck

Woche der Mobilität: Weniger Schadstoffe beim autofreien Sonntag

Der autofreie Sonntag, der am vergangenen in Flandern und Brüssel veranstaltet wurde, hat zu einer deutlichen Verringerung der Luftqualität gesorgt. Im Vergleich zu einem normalen Sonntag sank die Belastung der Umluft durch Schadstoffe in der belgischen Hauptstadt Brüssel um ein Drittel. Im Rahmen der Woche der Mobilität wurde auch bekannt, dass immer mehr Arbeitnehmer auch von der Pendlerpauschale für Radfahrer profitieren. 

Messungen des interregionalen Umweltbüros Ircel (zuständig für Brüssel, Flandern und die Wallonie) haben dieses Resultat am Sonntagabend ergeben. Brüssels regionaler Verkehrsminister Pascal Smet (SP.A) zog nach dem autofreien Sonntag ebenfalls eine positive Bilanz.

Erneut hätten viele tausend Menschen das Angebot, einen Tag lang die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos zu nutzen, angenommen oder seien mit dem Fahrrad in die Innenstadt gekommen und dort unterwegs gewesen, so Smet.

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Die Tatsache, dass an diesem Tag in Brüssel auch der Tag des offenen Denkmals organisiert wurde, tat sein Übriges, um die Leute in die Stadt strömen zu lassen. Überschattet wurde der autofreie Sonntag in Brüssel leider von einem schweren Unfall, bei dem ein Radfahrer mit einem Bus kollidierte und dabei schwer verletzt wurde.

Der autofreie Sonntag bildete den Auftakt zur Woche der Mobilität in Brüssel und Flandern, einer Aktionswoche, in der für weniger Autoverkehr in den Städten geworben wird, in dem alternative Fortbewegungsmitten, die ÖPNV, Fahrgemeinschaften oder das Pendeln mit dem Rad vorgestellt werden.

Fahrradvergütung für Berufspendler immer beliebter

Im Rahmen der Woche der Mobilität wurde auch bekannt, dass die Zahl der Vergütungen, sprich der ausgezahlten Pendlerpauschalen für Fahrradpendler immer höher steigt. Vor allem in Flandern wird dieses Angebot nach Angaben des Bundesfinanzministeriums gerne genutzt. Hier werden gut 95 % dieser Pendlerpauschalen gewährt, während sich die übrigen 5 % auf Brüssel (2 %) und die Wallonie (3 %) verteilen.

Insgesamt profitieren rund 400.000 Arbeitnehmer in Belgien von dieser Möglichkeit. Laut des Personaldienstleisters Acerta erhielten im vergangenen Jahr rund 15 % der Arbeitnehmer in unserem Land eine solche Vergütung. Das ist rund die Hälfte mehr als noch im Jahr 2012.

Durchschnittlich bringt dies 31 € pro (Arbeits)Monat ein und die meisten Unternehmen gewähren ihren radelnden Mitarbeitern eine Pauschale von 32 Eurocent pro Kilometer, die auch bei der Steuer geltend gemacht werden können (wie auch bei den Auto- und den ÖPNV-Pendlern). 

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