„Kalfskoek“ aus Wetteren ist ein anerkanntes Regionalprodukt

Das aus Kalbsfleisch hergestellte Fleischbrot „Kalfskoek“ (Foto) von Fleischermeister Steven Schalk aus dem ostflämischen Wetteren ist als flämisches Regionalprodukt ab sofort europaweit geschützt. Nur dieses Fleischbrot darf sich in Zukunft „Kalfskoek aus Wetteren“ nennen. Für ähnliche Produkte gelten unterschiedliche Bezeichnungen, doch diese fallen nicht unter den gleichen regionalen Schutz.

Fleischbrot, Hackbrot, Hackbraten, Frikadellenbrot… Für dieses Produkt gibt es viele Namen und Bezeichnungen, doch in Flandern darf in Zukunft nur das entsprechende Produkt von Fleischermeister Steven Schalk aus dem ostflämischen Wetteren den Namen „Kalfskoek“ tragen.

Um ein solches Produkt regional schützen lassen zu können, muss man einiges über sich und sein Erzeugnis ergehen lassen. Die europäischen Prüfer kontrollieren dabei in erster Linie die Originalität des Rezeptes und auch die Zusammensetzung, bzw. das Rezept. Wichtig ist hier, dass sich das jeweilige Produkt von anderen vielleicht ähnlichen Produkten in Belgien und auch in der EU deutlich unterscheidet.

Das ist beim „Kalfskoek“ der Fall. Die Prüfer fanden in den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Niederlande kein einziges gleichartiges Produkt, dass dem von Metzger Schalk aus Wetteren ähnlich ist oder sogar diesem gleichkäme.

Fleischermeister Schalk sagt dazu ganz einfach, dass sein Rezept nachweislich uralt ist, aus der eigenen Familie stammt und aus einer Zusammenstellung aus Kalbs- und Schweinefleisch gewürzt mit einer eigentlich geheimen Mischung aus u.a. Muskatnuss, Muskatblüte und Kardamom besteht.

„Auch wenn jemand die Zutaten kennt, dann kann es das nicht nachmachen. Das geht nur mit meinen eigenen Mengenverhältnissen.“, so Steven Schalk gegenüber dem VRT-Sender Radio 2/Ostflanderrn. Diese Würzrezeptur wird nur mündlich weitergegeben und er scheint derzeit der einzige zu sein, der es kennt…