Auch Betonprobleme um die Meiler Doel 4 und Tihange 2 festgestellt

Nach Angaben der belgischen Bundesagentur für Nuklearkontrolle (FANC) ist auch der Zustand der Betondecken in Bunkern im Umfeld der Meiler Doel 4 (Antwerpen) und Tihange 2 (bei Huy in der Provinz Lüttich) bedenklich. Beide Meiler sind derzeit nicht am Netz. Vor einigen Monaten wurde ein solches Problem auch bei den Meilern Doel 3 und Tihange 3 festgestellt. 

Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws wurde die Betonstruktur der Meiler Doel 4 und Tihange 2 nach den Problemen bei Doel 3 und Tihange 3 ebenfalls unter die Lupe genommen und dabei wurden die gleichen Probleme konstatiert. „Hierbei wurden der gleiche Betonverfall festgestellt.“, hieß es dazu von Seiten der FANC.

Betreiber Engie/Electrabel bestätigte die Probleme am Mittwoch. Doel 3 ist nach entsprechenden Baumaßnahmen wieder am Netz, nach dem die FANC dazu grünes Licht gegeben hatte. Tihange 3 ist wegen allgemeinen Unterhaltsarbeiten aber weiter abgeschaltet.

Inzwischen hat die FANC Analysen auf den Weg gebracht, aus denen im Hinblick auf die anstehenden Reparaturarbeiten die korrekte Diagnose der Vorgänge gezogen werden kann. Grünes Licht für einen neuen Anschluss an das Netz könne erst gegeben werden, wenn die Resistenz der betroffenen Gebäude sichergestellt werden könne, so die Nuklearbehörde.

Konkret handelt es sich bei den Problemen an den Decken eines Gebäudes in unmittelbarer Nähe der Reaktorbauten. Dort laufen Stromleitungen entlang, die Hitze und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, so eine FANC-Sprecherin gegenüber Het Laatste Nieuws. Beide jetzt genannten Meiler sind wegen Unterhaltsarbeiten heruntergefahren. Das bedeutet, dass derzeit lediglich die Meiler Doel 3 und Tihange 1 Strom liefern.