Die Kommunalwahlen in Flandern in einigen originellen Zahlen

Aus den aktuellen Zahlen des flämischen Innenministeriums ist ersichtlich, dass sich insgesamt 35.545 Kandidaten am 14. Oktober bei den Kommunalwahlen im belgischen Bundesland Flandern zur Wahl stellen. Das sind 122 Kandidaten weniger als bei den vergangenen Wahlen im Jahr 2012. Die Altersspanne könnte größer nicht sein.

Der jüngste Kandidat, der in Flandern ein Mandat in einem Stadt- oder Gemeinderat anstrebt, wird am 13. Oktober, ein Tag vor dem Wahltag, 18 Jahre alt. Der älteste Kandidat, der sich der Gunst der Wähler stellt, ist am Wahltag 97 Jahre und 6 Monate alt.

Diese und andere Zahlen sind aus der Analyse der Kandidatenlisten ersichtlich, die die Parteien bis zum vergangenen Samstag bei den flämischen Wahlbehörden einzureichen hatten. Noch bis heute, Stichtag 20. September, konnte nachgebessert werden, aber jetzt muss alles definitiv stehen.

In diesem Jahr bewerben sich durchschnittlich 4,7 Kandidaten pro Sitz in einem Stadt- oder Gemeinderat. Die höchste Zahl an Kandidaten im Vergleich zu den zu vergebenden Sitzen hat Antwerpen mit 488 effektiven Kandidaten für 55 Sitze. In Zuienkerke in Westflandern stellt sich eine Liste mit 11 Kandidaten zur Wahl. Dort sind 11 Mandate bzw. Sitze zu vergeben.

Zuienkerke ist damit die Gemeinde mit den wenigsten Listen bzw. Parteien. In Gent und in Antwerpen wurden jeweils 13 Listen eingereicht. Insgesamt stehen in ganz Flandern 1.616 Listen zur Wahl. 

Männer und Frauen in etwa gleich vertreten

Aus den Wahlstatistiken ist auch ersichtlich, dass 49,03 % der Kandidaten Frauen sind und 50,07 % Männer. Doch nur rund ein Viertel aller Spitzenkandidaten ist hingegen weiblich. Insgesamt stellen sich in Flandern am 14. Oktober 394 Frauen als Spitzenkandidat ihrer Liste zur Wahl, was allerdings einem Anstieg um 4,36 % gegenüber 2012 entspricht.

Interessant ist auch, dass nur 0,95 % der insgesamt 36.545 Kandidaten nicht über die belgische Staatsangehörigkeit verfügt. Die meisten von ihnen, 0,58 %, sind Niederländer gefolgt von Italienern (0,07 %) und Deutschen (0,05 %). Nur Nicht-Belgier aus EU-Mitgliedsländern können sich bei Kommunalwahlen in Belgien zur Wahl aufstellen lassen.