Zeitumstellung: Benelux-Länder wollen eine gemeinsame Zeitzone

Belgien, Luxemburg und die Niederlande wollen nach der Abschaffung der Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit eine gemeinsame Zeitzone einrichten. Darauf einigten sich Belgiens Premierminister Charles Michel (MR) und seine Amtskollegen Mark Rutte (Niederlande) und Xavier Bettel (Luxemburg) am Rande des EU-Gipfels in Salzburg.

Die Regierungschefs der Benelux-Länder wollen, dass die Bürger in den drei Ländern gemeinsam darüber abstimmen sollen, ob sie in Zukunft lieber ständig in der Sommerzeit oder in der Winterzeit leben wollen. Premier Michel würde die Idee der Benelux-Länder aber auch gerne mit Deutschland, Frankreich und Italien besprechen, um diese Länder ebenfalls in eine gemeinsame Zeitzone einzubeziehen.

Bei den drei Benelux-Regierungschefs hieß es nach ihrem Treffen: „Wir haben vereinbart, dass wir schnell mit Besprechungen beginnen werden. Es muss zu einer Form von Konsultationen in den drei Ländern kommen.“

Kürzlich hatte die EU-Kommission nach einer Internetumfrage unter den Bürgern in der Union beschlossen, die halbjährliche Zeitumstellung abzuschaffen. Eine große Mehrheit der EU-Bürger, die an dieser Online-Erhebung teilgenommen hatten, sprach sich gegen eine Zeitumstellung aus. Die Entscheidung zwischen ständiger Sommer- oder Winterzeit legte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aber in die Hände der einzelnen EU-Mitgliedsländern.