Sturm: Wetterleute und Behörden warnen vor dem Unwetter

In einigen Landesteilen in Flandern und im Großraum Brüssel sind Vorsorgemaßnahmen angesichts des Sturmwetters, das für Sonntag erwartet wird, getroffen worden. Parks und Wälder wurden geschlossen und Veranstaltungen mussten im Vorfeld abgesagt werden. Inzwischen wurde auch die Notrufnummer 1722 für nicht-dringende Interventionen der belgischen Bundesbehörden aktiviert. Der massive Regen sorgte lokal für erhebliche Verkehrsprobleme.

In Brüssel, in Löwen und in Geraardsbergen wurden aus Vorsorge die Stadtparks geschlossen und auch die Wälder wurden gesperrt, denn die Wetterfrösche sagten Windgeschwindigkeiten von 70 bis 80 km/h voraus. In Gent wurde sogar das Gratis-Musikfestival „ParkLife“ abgesagt und ein für heute geplanter Flohmarkt im Antwerpener Stadtteil Borgerhout findet ebenfalls nicht statt. 

Neben heftigen Sturmböen rechnen die Wetterbeobachter im Laufe des Sonntags aber auch mit anhaltenden und teilweise heftigen Regenschauern. VRT-Wettermann Frank Deboosere: „Wir erwarten viel Regen. Das kann sich dabei um dutzende Liter Regenwasser pro Quadratmeter handeln. Seien sie vorsichtig, denn die Herbstblätter können fliegen…“

Für die belgische Nordseeküste sowie für die wallonischen Provinzen Lüttich, Namür und Luxemburg hat das Königliche Wetteramt KMI in Ukkel die Wetterwarnung „Code Gelb“ erlassen. Die allgemeine Sturmwarnung des KMI gilt bis Mitternacht. Südlich von Sambre und Maas kann es zu heftigen Unwettern kommen. Die heftigsten Sturmböen werden die Provinz Luxemburg treffen, denn für dort wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h vorausgesagt.

Im Laufe des Nachmittags meldeten die Verkehrsbehörden in Flandern Probleme durch erhebliche Regenmassen auf Straßen und Autobahnen. In Antwerpen-Ost waren Teile des Antwerpener Rings nicht mehr befahrbar, da zwei Fahrstreifen auf der E19 auf Höhe von Kleine Bareel überflutet wurden (Foto oben).  Nach mehreren Unfällen warnte die Verkehrspolizei der Provinz Flämisch-Brabant vor überhöhter Geschwindigkeit und rief die Autofahrer dazu auf, ihr Tempo den Wetterbedingungen anzupassen.