Erik-Jan Ouwerkerk

Belgien gehen Ein- und Zwei-Cent-Münzen aus

Belgiens Finanzministerium hat an diesem Montag die Alarmglocken schrillen lassen. In der Zeitung Het Laatste Nieuws bestätigte das Ministerium, dass die Ein- und Zwei-Cent-Münzen nicht mehr ausreichten.

Die Münzen scheinen zu lange in den Sparschweinen zu ruhen, denn es seien zu wenige im Umlauf, heißt es im Finanzministerium. Für Händler ist das ein großes Problem. Bereits im Juli wurde vor einem Leerlaufen des „Münzregals“ gewarnt, nun sei dies effektiv der Fall, hieß es. Die Nationalbank kann so gut wie keine Ein- und Zwei-Cent-Münzen verteilen, weil der Staat ihre Prägung eingestellt hat.

Francis Adyns vom Finanzministerium bestätigte den Mangel an Ein- und Zwei-Cent-Münzen in der Zeitung. "Doch das ist nicht unsere Schuld. Die Europäische Zentralbank verbietet uns, vorläufig neue Münzen zu prägen."

Europa sei der Meinung, dass Belgien mehr als genug von dem Kleingeld habe. Ein Großteil werde nicht verwendet. "Wir denken über Lösungen nach“ heißt es im Finanzministerium. Eine Lösung wäre eine landesweite Kampagne oder eine große Einsammelaktion über die Banken. Derzeit wechselt nur die Nationalbank die Cent-Münzen kostenlos ein, alle anderen Finanzeinrichtungen rechnen Kosten an.

Die Herstellung der Cent-Münzen ist für Belgien übrigens äußerst unattraktiv, weil sie mehr kostet als der Nennwert der Cent-Münzen.