Genter Studenten demonstrieren gegen Rechts

An diesem Dienstag fand im Genter Studentenviertel eine Demonstration mehrerer hundert Studenten gegen die Organisation "Schild en Vrienden" statt. Gleichzeitig hat die Universität entschieden, dass der Leiter der rechtsradikalen Bewegung "Schild en Vrienden" sein Masterstudium an der UGent nun doch beenden darf.

Dries Van Langenhove, der Anführer der rechtsradikalen Bewegung "Schild en Vrienden", darf sein Master-Studium nun doch an der Universität von Gent absolvieren. "Schild en Vrienden" hatte intern rassistische Berichte versandt. Aus diesem Grund strebte die Universität ein Disziplinarverfahren gegen Van Langenhove an. Er darf die Gebäude der Universität noch immer nicht betreten, jedoch sein Studium an der Universität beenden.

An diesem Dienstag fand im Genter Studentenviertel auch eine Demonstration mehrerer hundert Studenten gegen die Organisation "Schild en Vrienden" statt. Mehrere Professoren, Mitarbeiter der Universität, Gewerkschafter und Vertreter von Nicht-Regierungsorganisationen hatten sich dem Protestzug ebenfalls angeschlossen. Aus diesem Grund brachen einige Professoren ihren Unterricht vorzeitig ab.

Der Aufruf zur Demonstration kam von den Studenten selbst, die damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen wollten. Sie wollen nicht, dass ihre Universität mit rechtsradikalem Gedankengut einiger Kommilitonen, die dieser Bewegung angehören, in  Verbindung gebracht wird.

„Sie sind nicht viele, aber doch genug, so dass wir uns Sorgen machen müssen", betonte die Studentin Eline Vandewalle, die im Verwaltungsrat der UGent sitzt. „Es ist also wichtig, dass wir ein deutliches Zeichen setzen und betonen, dass die Uni der falsche Ort für die Verbreitung solcher Botschaften ist.“

Dries Van Langenhove, der Leiter von „Schild en Vrienden“,  hatte bis vor kurzem noch als Studentenvertreter einen Sitz im Vorstand der Uni Gent. Der Jugendorganisation „Schild en Vrienden“ wird vorgeworfen, rechtsextreme, frauenfeindliche und antisemitische Berichte zu verbreiten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.