Der Autobahn- und LKW-Parkplatz Westkerke ist wieder offen

Nach einigen Streitereien zwischen Flanderns Landesverkehrsminister Ben Weyts (N-VA) und Peter Velle (CD&V), dem Bürgermeister der westflämischen Gemeinde Oudenburg, zu der auch der Ortsteil Westkerke gehört, wurde der gleichnamige Rastplatz wieder Tag und Nacht für PKW und LKW eröffnet. Offenbar konnten einige Kritikpunkte in Sachen Sicherheit beseitigt werden.

Der Autobahn- und LKW-Parkplatz Westkerke an der E40 in Westflandern ist seit 2017 ein sogenannter Langzeitparkplatz, wo z.B. LKW-Fahrer ihre gesetzlichen Ruhezeiten verbringen können. Doch auch dieser Parkplatz wurde in jüngster Zeit von Schleuserbanden genutzt, die sogenannte Transmigranten illegal an Bord von LKW nach Großbritannien schaffen wollen.

Oudenburgs Bürgermeister hatte damit Probleme, denn immer öfter hielten sich solche Flüchtlinge in seinen Ortschaften auf, wo sie angeblich ein Sicherheitsproblem darstellen würden. Daraufhin ließ Bürgermeister Velle diesen Parkplatz kurzerhand nachts schließen, weil seiner Ansicht nach die flämische Landesregierung zugesagte Sicherheitsmaßnahmen nicht umgesetzt habe. 

Wahlkampf?

Eine Reaktion von Landesverkehrsminister Weyts ließ nicht lange auf sich warten. Der flämische Nationaldemokrat warf dem christdemokratischen Bürgermeister vor, er betreibe hier auf dem Rücken der Lastwagenfahrer Kommunalwahlkampf, wobei ihm einige Transportverbände zustimmten.

Gerichtsvollzieher rückte an

Jetzt drohte Weyts, Bürgermeister Velle habe noch einen Tag lang Zeit, den Parkplatz Westkerke durchgehend offen zu halten. Er ließ einen Gerichtsvollzieher feststellen, dass alle Sicherheitsmaßnahmen vor Ort angebracht seien und drohte mit juristischen und politischen Konsequenzen.

Der Bürgermeister gab jetzt an, die verlangten Stacheldrahtzäune an einigen Stellen seien angebracht worden und schon ab dieser Woche würden alle Überwachungskameras operabel sein. Auch die Tatsache, dass der Parkplatz in der Nacht von zwei privaten Sicherheitsleuten mit Hund bewacht werde, sorge dafür, dass er wieder rund um die Uhr geöffnet sei.

Velle bleibt aber dabei, dass diese Nachtwache eine permanente Einrichtung werden müsse und dass die Bundespolizei seine lokalen Beamten im Kampf gegen die Schleuserbanden unterstützen müssten.

foto Peter Hilz (C)