Ex-Syrien-Kämpfer aus Tschetschenien verletzt fünf Gefängniswärter

Im Gefängnis von Hasselt (Foto) in der Provinz Limburg schiebt das Wachpersonal an diesem Donnerstag aus Protest nur „Dienst nach Vorschrift“ bzw. arbeitet mit einer Nachtbesetzung. Der Grund dafür war der Angriff eines dort inhaftierten tschetschenischen Dschihad-Kämpfers auf Mitglieder des Wachpersonals. Dabei wurden fünf Gefängniswärter verletzt.  

Das bedeutet für die Inhaftierten des Hasselter Gefängnisses, dass sie bis auf weiteres auf Sport, gefängnisinterne Aktivitäten und auf Hofgänge verzichten müssen. Außerdem müssen Gerichtstermine verschoben werden und Besuche von Angehörigen sind ebenfalls nicht möglich.

Nach Gewerkschaftsangaben wollen die Schließer von Hasselt 24 Stunden lang diese Art Minimaldienst aufrecht erhalten. Auslöser für diese Aktion war ein Zwischenfall am Mittwoch, bei dem ein 37 Jahre alter Häftling bei der Essensausgabe die Gefängniswärter angegriffen hatte. Dabei wurden fünf von ihnen verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Personal von Hasselt zeigte sich überrascht von der extremen Gewalt, die von diesem Häftling ausgegangen war.

Offenbar handelt es sich bei dem Angreifer um einen islamistischen ehemaligen Syrien-Kämpfer aus Tschetschenien. Dieser war kürzlich vom Hochsicherheitstrakt im Gefängnis von Brügge nach Hasselt verlegt worden, weil dort mit einem Konzept zur De-Radikalisierung von inhaftierten Islamisten gearbeitet wird.

Die Gewerkschaften hatte sofort nach dem Zwischenfall eine Personalversammlung einberufen, bei der der jetzt angewandte 24-stündige „Dienst nach Vorschrift“ beschlossen wurde. Der aggressive Tschetschene soll jetzt erneut in ein anderes Gefängnis in Belgien verlegt werden. Wo das sein wird, wurde nicht mitgeteilt. Bereits in Brügge war er durch Gewaltausbrüche aufgefallen und hatte dort für entsprechende Vorfälle gesorgt.