In Kortrijk dürfen 16- und 17-Jährige symbolisch mitwählen

In Kortrijk in der Provinz Westflandern sind Jugendliche ab 16 Jahren dazu aufgerufen, am 14. Oktober an den Kommunalwahlen teilzunehmen. Ihre Stimme wird offiziell zwar nicht mitgezählt, doch die Politik will wissen, wie die jungen Leute dort denken. Rund 1.500 16- und 17-Jährige erhalten in diesen Tagen ihre symbolische Wahlaufforderung.

Die jugendlichen Wähler finden auf ihrer Wahlaufforderung einen QR-Code, mit dem sie online ihre Stimme für einen der Kandidaten auf den verschiedenen Listen in ihrer Stadt Kortrijk abgeben können. Das Ganze ist derzeit noch ein Modellversuch, denn die Stimmen der 16- und 17-Jährigen zählen nicht mit. In Belgien herrscht Wahlpflicht, aber erst mit der Volljährigkeit ab 18 Jahren. Trotzdem kann das Ergebnis dieser Wahl für die Politiker in der westflämischen Stadt Kortrijk interessant sein.

Den Jugendlichen, die sich an dieser symbolischen Wahl beteiligen, werden auch einige inhaltliche Fragen gestellt. Ziel ist, über diesen Modellversuch zu erfahren, wie die jungen Leute in Sachen Politik, öffentlichem Raum, Mobilität, Freizeitangebot und -gestaltung usw. ticken. Das sind Themen, mit denen sich Menschen in dieser Altersgruppe auseinandersetzen dürften.

Das Ergebnis dieser Abstimmung wird am Nachmittag des Wahlsonntags am 14. Oktober, kurz nach Schließung der Wahllokale in Kortrijk, veröffentlicht. Damit kann das Wahlverhalten der Jugendlichen die eigentliche Wahl im Vorfeld nicht beeinflussen. Der neue Stadtrat hingegen kennt damit die Befindlichkeiten der Jugend in der Stadt. Ausreden werden damit wohl nicht mehr so einfach zu finden sein…