Anderlecht: Peinliches Pokal-Aus gegen Union Saint-Gilloise

Belgiens Rekordmeister RSC Anderlecht ist am Donnerstagabend ruhmlos aus dem Landespokal rausgeflogen. Die Brüsseler unterlagen im Pokalderby vor eigenen Publikum Union Saint-Gilloise aus der zweiten Liga mit 0:3. Die drei Tote für Union erzielte ein einziger Spieler: Youssoufou Niakate (Foto).

Die Leistung von Anderlecht war zeitweise beschämend schlecht. Lustlosigkeit herrschte allenthalben und Trainer Hein Vanhaezebrouck wusste keinen Rat mehr. Er nahm übrigens diese peinliche Niederlage auf seine Kappe und musste zugeben, dass er seine Spieler wohl nicht ausreichend habe motivieren können.

Dass die Anderlechter Fans mit ihrer Mannschaft ebenfalls nicht zufrieden war, zeigte sich nach dem Schlusspfiff. Der Fanblock applaudierte Union-Torschütze Niakate nach seinem Hattrick mit stehenden Ovationen…

Niakate erzielte die Führung kurz vor der Halbzeitpause, als er nach Zuspiel von Tau mit Ball und vollem Tempo in Richtung gegnerisches Tor zischte und traf. Das zweite Tor lief fast ähnlich ab. Der Anderlechter Kums verlor den Ball, Niakate staubte ab und raste von der Mittellinie aus wieder aufs gegnerische Tor zu. Keeper Boeckx kam zu weit raus und Niakate schoss auf den leeren Kasten: 0:2.

Das 0:3 war fast noch einfacher: Niakate traf ohne große Anstrengung nach einem passenden Zuspiel zum Endstand 0:3. Damit sind die „großen 3“, Anderlecht, Club Brügge und Standard Lüttich aus dem Pokal ausgeschieden.

Beobachter stellen sich jetzt die Frage, wer denn jetzt noch zuschauen wolle. Bekanntlich hat der Pokal auch in Belgien seine eigenen Gesetze und wenn „kleine“ Mannschaften großes leisten, schaut man als Fußballfan vielleicht mal etwas genauer hin. Schließlich fallen die „Großen“ durch und die anderen bringen Spannung… 

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