Afrikanische Schweinepest: Zwei weitere Fälle in der belgischen Provinz Luxemburg

Wie der wallonische Landwirtschaftsministers René Collin mitteilte, handelt es sich um zwei Wildschweine innerhalb der Sperrzone von 63.000 Hektar in der südbelgischen Provinz.  Damit gibt es mittlerweile insgesamt 20 registrierte Fälle der afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinkadavern. Das ASP-Virus wurde wahrscheinlich aus Osteuropa eingeschleppt. Ein kleinerer Bereich um den vermuteten ASP-Herd wird eingezäunt.

Am Freitag hat die Notschlachtung von 4.000 Hausschweinen begonnen, die der belgische Bundeslandwirtschaftsminister Denis Ducarme angeordnet hatte. Koordiniert wird sie von der Nahrungsmittelagentur Afsca. Bei Betrieben mit weniger als zehn Schweinen führen Tierärzte die Schlachtungen vor Ort durch, andere Züchter bringen ihre Schweine zum Schlachthof.

Zuvor hatte Bundeslandwirtschaftsminister Denis Ducarme (MR) bereits beschlossen, alle Wildschweine in dem betroffenen Gebiet abschießen zu lassen.

Schweinefleisch wichtiges belgisches Exportprodukt

In der belgischen Schweinefleischbranche herrscht große Unruhe. Das so genannte ASP-Virus ist hoch ansteckend und es gibt keinen Impfstoff. Dreizehn Länder außerhalb der Europäischen Union haben die Einfuhr von belgischem Schweinefleisch zumindest teilweise ausgesetzt.

In den letzten Jahren ist die Krankheit vor allem in Osteuropa, in Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien und Ungarn, festgestellt worden. In Belgien wurde am 13. September eine erstes Wildschwein entdeckt, dass an der afrikanischen Schweinepest gestorben war. Glücklicherweise ist das Virus für den Menschen harmlos, auch wenn er kontaminiertes Fleisch isst.