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Belgien erhöht seinen Finanzbeitrag für die UNO-Agentur für palästinensische Flüchtlinge.

Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) wird von Belgien zusätzliche 2 Mio. € erhalten. Damit verdoppelt unser Land seinen Beitrag an die UNO-Agentur, die Gesundheitsversorgung, Soforthilfe und Bildung für palästinensische Flüchtlinge organisiert. Seitdem die Vereinigten Staaten ihren finanziellen Beitrag eingestellt haben, fehlen dem Hilfswerk die Mittel.

Am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York teilte die belgische Außenpolitik mit, dass sie rund 2 Mio. € zusätzlich für das UNRWA bereitgestellt habe. Damit beläuft sich die belgische Beihilfe für dieses Jahr auf insgesamt 14,25 Mio. EUR.

Im vergangenen Jahr trug Belgien 7,25 Mio. € bei. Am Donnerstag teilte UNRWA-Generalkommissar Pierre Krähenbühl mit, dass die Agentur 118 Millionen Dollar (100 Millionen Euro) an neuen Mitteln zur Bewältigung der Krise erhalten habe.

Washington hatte 2017 noch 350 Millionen Dollar gezahlt, kündigte vor einem Monat aber an, dass es die gesamte Finanzierung einstellen werde und verurteilte den "voreingenommenen" Charakter der Aktivitäten der Agentur.

Das 1949 gegründete UNRWA soll Palästinensern helfen, die während des arabisch-israelischen Krieges 1948-1949 geflohen sind. Davon sind rund 5 Millionen Menschen im Gazastreifen, im Westjordanland, im Libanon und in Jordanien betroffen.

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