BELGA

Die Expats aus Brüssel-Stadt sind mit ihrer Stadtverwaltung nicht besonders zufrieden

Der belgische Industrie- und Technologieverband Agoria hat bei einer Umfrage unter den Expats in Belgien festgestellt, dass diese ausländischen Arbeitnehmer mit ihrer Gemeindeverwaltung überwiegend zufrieden sind. Nur eine Gemeinde in Belgien schnitt bei der Umfrage ganz schlecht ab und zwar die Kommunalverwaltung von Brüssel-Stadt. 

Expats sind ausländische Arbeitnehmer mit höherem Bildungsgrad. Sie kommen hierher, um für die Europäische Union, für die NATO oder für andere internationale Behörden oder Unternehmen zu arbeiten. In der Region Brüssel-Hauptstadt gibt es rund 200.000 davon und der Technologieverband Agoria wollte wissen, wie dieser Teil der Bevölkerung mit ihrer jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung zufrieden ist. Agoria sind besonders viele Unternehmen angeschlossen, die sogenannte Expats beschäftigen.

Bei der Umfrage schnitt Brüssel-Stadt, also die Stadtverwaltung der Innenstadtgemeinde, als einzige Gemeinde in Belgien richtig schlecht ab. Sie bekam lediglich einen Durchschnittswert von 4,5 von 10 möglichen Punkten. Kritikpunkte sind hier offenbar die langen Wartezeiten im Amt selbst, die lange Dauer der Verfahren, z.B. Anmelden in der Gemeinde, zur Bestätigung einer Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung, die mangelnde Freundlichkeit des Personals, ein Mangel an Sprachenkenntnis und die träge Dienstleistung.

In den anderen Brüsseler Gemeinden liegt der Durchschnittswert mit rund 6,2 von 10 möglichen Punkten deutlich höher. Im belgischen Bundesland Flandern liegt dieser Wert mit 8,2 von 10 Punkten sehr hoch und die Stadt Mechelen schneidet hier am besten ab. Offenbar ist diese Stadt in der Provinz Antwerpen für Expats ein zunehmend beliebterer Wohnort.