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UNICEF und das Rote Kreuz Belgien lancieren Spendenaufruf für Sulawesi

UNICEF Belgien und das belgische Rote Kreuz rufen gemeinsam zum Spenden für das Katastrophengebiet auf der indonesischen Insel Sulawesi auf. Diese Insel wurde am Freitag nach zwei Erdbeben von einem schweren Tsunami getroffen. Dabei wurde die Stadt Palu weitgehend zerstört und nach vorläufigen Schätzungen kamen über 800 Menschen ums Leben. Hilfe kommt derzeit nur zögerlich auf die Insel.

Die belgischen Vertretungen von UNICEF und des Roten Kreuzes haben ihre Spendenaufrufe schon vor einer eventuellen Anfrage durch die indonesischen Behörden gestartet. Philippe Henon, der Sprecher von UNICEF Belgien, sagte, dass die Angaben zu Toten und Verletzten noch immer lediglich auf Schätzungen basieren:

„Es besteht aber kein Zweifel daran, dass in den kommenden Tagen enorme Mengen an Mitteln nötig sind. Aus früheren Notsituationen wissen wir, dass die Kinder bei solchen Katastrophen die größten Opfer sind. Prioritär ist zunächst eine Prävention gegen Krankheiten, Schutz und Pflege und Lebensmittel.“

Das Rote Kreuz Flandern will so schnell wie möglich ein Hilfsteam nach in die zerstörte Stadt Palu entsenden, meldet die flämischen Tageszeitung De Morgen. Doch derzeit sei es schwer, das Katastrophengebiet zu erreichen, da regionale Flughäfen und Straßen zerstört seien. Das Rote Kreuz will zunächst Decken, Matratzen und Zelte auf die Insel Sulawesi schaffen.

Möglicherweise wird das Konsortium 1212, der Kooperationsverband der humanitären Vereinigungen in Belgien, zu dem auch das Rote Kreuz Flandern gehört, wieder alle Aktionen hierzulande bündeln. Neben UNICEF und dem Roten Kreuz wird sich wohl auch die belgische Filiale der Ärzte ohne Grenzen an den Einsätzen beteiligen. Die ersten Konten für Spendengelder werden gerade eröffnet. 

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