Das Risiko von Stromabschaltungen konnte verringert werden

Die durch die Abschaltung von sechs von insgesamt sieben Kernreaktoren in Belgien drohende Energieknappheit für November, bzw. für Januar und Februar 2019, konnte weitgehend zurückgedrängt werden, teilte das belgische Energieministerium in Brüssel mit. Man habe weitere Möglichkeiten aufgetan, um Elektrizität zu beschaffen, hieß es aus dem Kabinett von Bundesenergieministerin Marie-Christine Marghem (MR).

Durch eine Verschiebung der Unterhaltsarbeiten am Meiler Tihange 1 habe man die Lage im November, wenn eigentlich nur einer der sieben Meiler am Netz sein werden, entspannen können. Zudem seien weitere Möglichkeiten aufgetan worden, Elektrizität zu importieren. Das bedeutet, dass vorläufig „nur“ zwischen 700 und 900 Megawatt (MW) Strom fehlen.

Allerdings werden diese Zahlen seit einigen Tagen immer wieder nach oben oder nach unten korrigiert und die Möglichkeit von zeitlich begrenzten Stromabschaltungen in einzelnen Gemeinden bleibt bestehen (vor allem in den ersten beiden Monaten im kommenden Jahr), wenn sie sich auch verringert haben mögen.

Entspannung bieten z.B. Angebote aus Frankreich und aus Luxemburg, Strom zu liefern. Nach Angaben von Belgiens Hochspannungsnetz-Betreiber Elia könnten aus Frankreich bis zu 1.000 MW angeliefert werden und Luxemburg teilte mit, rund 200 MW zur Verfügung stellen zu können. 

Milliardenhilfe für die Offshore-Industrie

Die EU-Kommission hat staatliche Beihilfen zur Unterstützung von Offshore-Windparks vor der belgischen Nordseeküste genehmigt. Dabei handelte es sich um Zuschüsse für folgende Anlagen: Seastar (252 MW), Mermaid (235 MW) und Northwester II. (219 MW).

Die Europäische Kommission erlaubte Subsidien in Höhe von maximal 3,5 Mia. €. Die EU-Kommission gab hier grünes Licht, weil diese Projekte den Anteil an Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen in Belgien deutlich erhöhen werden und weil dies zu einer Verringerung des Schadstoffausstoßen durch Stromgewinnung aus fossilen Quellen führen wird.