Arriva will die Hauptstädte der Euregio Maas-Rhein per Zug verbinden

Das Eisenbahnunternehmen „Arriva“, eine Nahverkehrstochter der Deutschen Bahn, plant, noch in diesem Jahr ein regelmäßige Bahnverbindungen zwischen den Euregio-Hauptstädten Lüttich in Belgien, Aachen in Deutschland und Maastricht in den Niederlanden aufzunehmen. Die von Arriva sogenannte „Dreiländerlinie“ soll schon zum nächsten Fahrplanwechsel am 9. Dezember in Betrieb genommen werden.

Derzeit befindet sich ein aus drei Kurzzügen vom Typ GTW von Stadler Rail, ein Schweizer Hersteller, zusammengestellter Arriva-Zug für Testfahrten in Belgien auf dem NMBS/SNCB-Gelände in Schaarbeek. Solche Fahrten sind nötig, um eine Zulassung zur Nutzung der Eisenbahninfrastruktur in Belgien zu erlangen.

Laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga, sowie der niederländischen Agentur ANP und der niederländischen Tageszeitung De Limburger soll Arriva acht Züge bestellt haben, um diese speziell auf der „Dreiländerlinie“ einzusetzen.

Diese Linie soll den belgischen Bahnhof Lüttich-Guillemins (Foto oben) mit Aachen HBF und der Maastrichter Zentralstation verbinden. Bisher kann man sich per Bahn zwischen diesen drei Bahnhöfen in der Euregio Maas-Rhein lediglich mit häufigem Umsteigen bewegen. Allerdings kann man mit dem „Euregioticket“ einen Tag lang mit nur einem Fahrschein für 18,50 € mit Bussen und Bahnen durch das gesamte Euregio Maas-Rhein-Gebiet fahren.

Arriva ist innerhalb Deutschlands auf den Betrieb spezifischer regionaler Nahverkehrsverbindungen spezialisiert. Die Bahngesellschaft ist auch in den Niederlanden aktiv und betreibt u.a. einige Nahverkehrsverbindungen in der niederländischen Provinz Limburg.