Hohe Umsatzrückgänge: Schlechtes Jahr für Flanderns Landwirte

Der Bereich Landwirtschaft und Gartenbau muss in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang um bis zu 6 % rechnen. Das entspricht einer Gesamtsumme von rund 5,2 Mia. €. In den Statistiken des flämischen Bauernbundes ist aber auch zu lesen, dass gleichzeitig die Produktionskosten um 2 % angestiegen sind. Der Grund für den Umsatzrückgang liegt bei den niedrigen Preisen, die den Landwirten für ihre Produkte gezahlt werden. 

Der Umsatzrückgang in der Landwirtschaft in Flandern ist sowohl bei den pflanzlichen Produkten, als auch bei den Tierprodukten zu erkennen. Im pflanzlichen Bereich wurde durch die anhaltende Trockenheit im vergangenen Sommer weniger produziert.

Im Bereich Viehzucht sind die Umsatzrückgänge auf niedrigere Preise für Schweinefleisch und für Milch zurückzuführen und auch auf den rückläufigen Verkauf von frischem Rindfleisch. Hier wurde im Laufe der vergangenen 8 Jahre 20 % weniger Umsatz verzeichnet.

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FLIP FRANSSEN

Der leichte Umsatzanstieg der vergangenen Saison wurde demnach nicht zu einem Trend, hat sich also nicht durchgesetzt. Zu allem Überfluss geht der allgemeine Umsatzrückgang in der flämischen Agrarwirtschaft einher mit steigenden Produktionskosten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um höhere Preise für Viehfutter und für Energie.

Flanderns Bauernbund fordern deshalb deutlich fairere Preise für die Erzeugnisse aus Gartenbau und Landwirtschaft. Faire Preise für diese Art Produkte müssen nicht mit höheren Preisen für die Verbraucher einhergehen, so der Verband, doch die Margen im Laufe der gesamten Kette zwischen Anbau und Zucht beim Bauern bis hin zum Endprodukt für die Verbraucher müssten besser verteilt werden.