Primera Air ist pleite - Keine Billigflüge von Brüssel in die USA

Aus der Traum! Es wird vorerst keine Billigflüge zwischen Brussels Airport und den US-Metropolen New York, Washington und Boston geben. Die Billigfluggesellschaft Primera Air, die ab Juni 2019 solche Flüge anbieten wollte, musste Konkurs anmelden. Nach der Euphorie im August folgte bereits Ende September die Ernüchterung.

Primera Air war die erste Low-Cost-Airlines, die kostengünstige Direktflüge von Brüssel aus in die USA anbieten wollte. Schon jetzt flog die Airlines von Paris und Brüssel aus nach Nordamerika und wollte Brüssel seinem Netz ab Juni 2019 hinzufügen, doch am Montag kam das überraschende Aus.

Die Airline ließ über Lautsprecher am Flughafen Charles De Gaulle in Paris mitteilen, dass alle Flüge gestrichen seien und am Londoner Airport Stansted wurde ein Primera-Airbus A321 an die Kette gelegt. Die britischen Luftfahrtbehörden haben Primera Air sogar die Flugerlaubnis entzogen.

Die beiden Unternehmen Primera Air Nordic und Primera Air Scandinavia befinden sich in finanziellen Schwierigkeiten und müssen Konkurs anmelden, da neue Geldspritzen in Form von Investitionen ausgeblieben sind. Am Dienstag kam dann das definitive Aus für das gesamte Unternehmen. 

Ambitionierte Pläne oder Luftschlösser?

Primera Air galt in Luftfahrtkreisen als „Ultra-Billig-Fluggesellschaft“. Bis jetzt bot die Airline kostengünstige Verbindungen zwischen Paris oder London in Richtung USA. Ein Ticket für einen einfachen Flug kostete 149 €, was allerdings nur den Basispreis darstellte. Für alles musste man zuzahlen: Gepäck, Handgepäck, Catering…

Die Beinfreiheit in den Flugzeugen von Primera Air soll übrigens nicht größer als bei Ryanair gewesen sein, was, so die Kritik von Fachleuten aus der Luftfahrtbranche auf Fernflügen nicht gerade besonders komfortabel ist.

Die Airline flog mit Maschinen vom Typ Boeing 737 (Foto oben) in die USA. Das sind Flugzeuge, die eher auf kürzeren Strecken genutzt werden. Das neue von Primera Air genutzte 737-Modell „Max 9“ allerdings konnte auch Langstreckenflüge absolvieren. Daneben flog die Gesellschaft innereuropäische Flüge mit Airbussen vom Typ A321.