Die größten Windräder der Welt sind für einen belgischen Offshore-Park bestimmt

Parkwind, das Unternehmen, das mit Northwester II. den insgesamt siebten belgischen Offshore-Windpark vor der belgischen Nordseeküste bauen wird, wird die derzeit größten Windräder unseres Landes in Betrieb nehmen. Die Turbinen liefert ein dänisches Unternehmen. Northwester II. ist die erste Anlage der Welt, in der solche riesige Windräder kommerziellen Strom liefern sollen. 

Parkwind hat sich für die Windkraftanlage im Offshore-Park Northwester II. für 23 Turbinen des Typs MHI 9.5 des dänischen Herstellers MHI Vestas entschieden. Diese Turbinen sind mit ihren enormen Windrädern riesig groß. Sie verfügen über Rotorblätter mit einer Länge von rund 80 m. Damit sind sie 5 m länger als die Siemens-Rotoren, die seit September Strom im neuen belgischen Offshore-Park Rentel produzieren.

Ein MHI 9.5-Windrad kann eine Höhe von bis zu 220 m erreichen und ist damit doppelt so hoch, wie das Brüsseler Wahrzeichen Atomium. Eine solche Anlage produziert zudem bis zu 35 % mehr Elektrizität als eine Siemens-Anlage im Rentel-Windpark: MHI 9.5 - 9,5 Megawatt, Siemens-Rentel - 7 Megawatt.

Parkwind hat sich als Betreiber von Northwester II. für die Vestas-Anlagen entschieden, weil man mit dieser dänische Firma bereits gute Erfahrungen gemacht hat und weil der Offshore-Park in relativ kurzer Zeit entstehen soll. Vestas kann im entsprechend kurzen Zeitrahmen schon liefern.

Kyoto-Klimaziele und nachhaltige Energiequellen

Der belgischen Bundesregierung kommt dieser Umstand äußerst gelegen, denn Northwester II. soll dabei helfen, bis gegen Ende 2020 die Kyoto-Klimaziele, die auch unser Land im gleichnamigen Protokoll unterschrieben hat, zu erreichen. Anlagen mit solchen Kapazitäten brauchen übrigens auch deutlich weniger Raum vor der Nordseeküste. Northwester II. hat dreimal weniger Windräder nötig, als Belwind, die erste Anlage von Betreiber Parkwind, die vor 8 Jahren gebaut wurde.  

Die EU-Kommission jetzt hat in diesem Zusammenhang staatliche Beihilfen zur Unterstützung von Offshore-Windparks vor der belgischen Nordseeküste genehmigt. Dabei handelte es sich um Zuschüsse für folgende Anlagen: Seastar (252 Megawatt), Mermaid (235 MW) und auch Northwester II. (219 MW).

Die Europäische Kommission erlaubte Subsidien in Höhe von maximal 3,5 Mia. €. Die EU-Kommission gab hier grünes Licht, weil diese Projekte den Anteil an Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen in Belgien deutlich erhöhen werden und weil dies zu einer Verringerung des Schadstoffausstoßen durch Stromgewinnung aus fossilen Quellen führen wird.