Ein 13 Jahre alter Bursche aus Belgien ist U-16-Snooker-Weltmeister

Bisher war Ben Mertens aus Westrem bei Wetteren in der Provinz Ostflandern nur Snooker-Fachleuten bekannt, doch plötzlich geht sein Name um die Welt. Der 13 Jahre alte Schüler ist soeben Snooker-Weltmeister in der U-16-Klasse geworden. Im Finale in Sankt Petersburg gewann er in einem Thriller mit 4:3 gegen den drei Jahre ältere Iren Aaron Hill.

Ben Mertens gewann auf dem Weg zum Finale in rascher Folge gegen drei Gegner und zwar gegen den Iraner Ben Rashid (3:0), gegen den Inde Razmi (3:1 und gegen den Waliser Morgans (4:0). Im Halbfinale der U-16-WM geriet er allerdings gegen den Weißrussen Margolin in einen 2:1-Rückschlag, doch Mertens kam zurück und qualifizierte sich für das Finale letztendlich mit einem 4:2.

Auch im Finale gegen den Iren Hill zeigte der erst 13 Jahre alte Snooker-Spieler seine Kaltschnäuzigkeit. Zunächst kam der Ire 2:0 in Führung und er schaffte es, quasi nur noch ein Spiel vor dem Titel zu stehen.

Doch Mertens bewies stählerne Nerven und gewann gleich drei Frames hintereinander. Es stand 3:3. Wieder kam Hill in Führung, doch Mertens zeigte mit einem 53er Clearance, dass ihn der 33:8-Vorsprung seines Gegners nicht brechen konnte.

Ben Mertens entdeckte Snooker im Alter von nur 8 Jahren auf einer Kirmes. Schnell fiel sein Talent auf und er wurde in den Verein Arena Gent aufgenommen, wo er mit Gery De Mol einen prominenten Coach fand. Sein höchster Break im Training lag bei 143 und in einem Spiel bei 111. Sein größter Erfolg war bisher das Viertelfinale in der U-18-Europameisterschaft.