Die flämische Stadt Temse richtet einen Ort ein, um Urnen zu Wasser zu lassen

Die Ortschaft Temse in der Provinz Ostflandern liegt an der Schelde und zwar dort, wo die Durme in diesen Fluss mündet. Genau diese Stelle hat für Temse und seine Einwohner einen besonderen und symbolischen Stellenwert. Hier können jetzt die Urnen von Verstorbenen zu Wasser gelassen werden. 

Temse geht mit diesem symbolischen Ort auf einen lange gehegten Wunsch seiner Einwohner ein, von denen sich, wie wohl überall auf der Welt, viele einen eigenen Platz suchen möchten, an denen ihre Asche nach ihrem Ableben verstreut werden soll.

Jetzt können die Angehörigen von Verstorbenen aus Temse ihre Lieben an der Durme-Mündung in die Schelde ins Wasser lassen. Eine Genehmigung braucht es dafür nicht, wohl aber eine biologisch abbaubare Urne…

Auch in den Augen der Stadtverwaltung von Temse ist die Mündung der Durme in die Schelde ein sehr symbolischer Ort, um Verstorbenen aus der eigenen Gemeinde eine geeignete Stelle für ihren letzten Weg zu bieten.  

Einmal im Wasser, wenn sich die Urne aufgelöst hat, kann der Verstorbene mit dem Strom entlang aller Teilgemeinden von Temse reisen, um selbst Abschied zu nehmen: Temse, Steendorp, Tielrode und Elversele.

An der Stelle selber hat die Stadt ein kleines Denkmal angebracht und auch eine Möglichkeit für die Angehörigen, um zu beten, zu trauern oder in sich zu gehen.