Nicolas Maeterlinck

13 Bewohner von Sozialwohnungen, die im Ausland Immobilien besitzen, verlieren Wohnrecht

Die Stadt Antwerpen hat gegen 13 Mieter von Sozialwohnungen Anklage erhoben, weil diese über Immobilienbesitz in Ausland verfügen. Das Sozialamt der Hafenmetropole hatte die Wohn- und Besitzsituation von 40 Haushalten kontrolliert, in denen die Mieter von Sozialwohnungen unter Verdacht standen, unrechtmäßig von Sozialleistungen zu profitieren. In 13 Fällen müssen die Betroffenen ihre Sozialwohnung verlassen.

Von 40 von der Stadt Antwerpen kontrollierten Bewohnern von Sozialwohnungen wurden 13 des Sozialbetrugs überführt. Ihnen konnte nachgewiesen werden, dass sie im Ausland über Immobilien verfügten. Hier ist das belgische Gesetz streng: Besitzer von Immobilien dürfen keine Sozialwohnung mieten.

Bei den Überführten handelt es sich unter anderen um einen Mann, der in seinem Heimatland Marokko gleich 14 Häuser oder Grundstücke besitzt. Fünf Mieter von Sozialwohnungen leben in anderen Eigenheimen und vermieteten ihre Wohnungen schlicht und einfach weiter an andere Mieter.

Die Stadt Antwerpen hat den des Sozialbetrugs überführten Sozialmietern jetzt ihre Wohnungen gekündigt und wird auch juristisch verlangen, dass diese weitere zu Unrecht erhaltene Sozialleistungen zurückzahlen. In einem ersten Fall handelt es sich dabei um eine Summe in Höhe von 48.000 €.

Laut Sozialschöffe Fons Duchateau (N-VA) sind noch weitere 27 Verfahren in diesem Zusammenhang anhängig. Ziel der Stadt sei, so Duchateau, nicht nur gegen Sozialbetrug vorzugehen, sondern auch Wohnraum wirklich Bedürftigen zur Verfügung stellen zu können. Auch in Antwerpen sind die Wartelisten für Sozialwohnungen lang. 

Weitere Nachrichten