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Strengeres Einwanderungsgesetz: 195 Personen verlieren ihr Aufenthaltsrecht

Vor etwa anderthalb Jahren wurde in Belgien ein Gesetz eingeführt, dass möglich macht, Ausländern die Aufenthaltsgenehmigung auch dann zu entziehen, wenn sie in Belgien geboren sind oder bereits vor dem Erreichen des Alter von 12 Jahren hierhergekommen sind. Dies betrifft Straftäter aber keine Einwanderer, die die belgische Nationalität haben. 

Das strengere Einwanderungsgesetz kam auf Initiative von Theo Francken (N-VA), Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, zustande. Seit Anfang Mai wurde 195 Personen dadurch die Aufenthaltsgenehmigung entzogen, wie Francken mitteilte.

Dabei handelte es sich jeweils um straffällig gewordene Einwanderer. 80 von ihnen waren Personen, die in Belgien zur Welt gekommen oder die vor ihrem 12. Lebensjahr hier eingewandert sind. Dieser Umstand allerdings wird seit dem kritisiert.

Bei den Personen, die über dieses Gesetz abgeschoben wurden oder die ihr Aufenthaltsrecht mit dem Befehl, das Land umgehend zu verlassen, verloren haben, handelt es sich nicht um Einwanderer, die die belgische Staatsangehörigkeit erlangt haben. Laut einem Twitterbericht des Staatssekretärs sind davon schwer kriminelle Personen betroffen, darunter Mörder, Vergewaltiger und auch Pädophile. 

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