Belgien hat einen chinesischen „Spion“ an die USA ausgeliefert

Belgien hat den USA einen Mitarbeiter des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit ausgeliefert. Dem Mann wird Industriespionage in mehreren Unternehmen aus der Luftfahrtindustrie in den USA und in anderen Ländern vorgeworfen. Der Verdächtige wurde bereits am 1. April dieses Jahres in Brüssel verhaftet. Nach Ansicht Chinas sind die Vorwürfe gegen den Verdächtigen unbegründet und haltlos.

Der in Belgien festgenommene Mitarbeiter des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit trat unter verschiedenen Namen auf: Yanjun Xu, Qu Hui oder Zhang Hui. Er sei auf der Suche nach Informationen zu Unternehmen in den USA und darüber hinaus gewesen, die in der Luft- und Raumfahrtindustrie aktiv sind, so der Vorwurf.

Xu habe externe Fachleute, die für solche Unternehmen tätig waren, regelmäßig nach China eingeladen haben, um dort Lesungen oder Projektvorstellungen an Universitäten zu geben. Davon war u.a. das Unternehmen GE Aviation betroffen, ein Unternehmen der General Electric Company (Foto), dass Triebwerke für den Luftfahrtsektor baut und liefert. Mit GE Europe NV. unterhält dieses Unternehmen auch eine Filiale in der belgischen Hauptstadt Brüssel.

Yanjun Xu wurde am 1. April 2018 auf Drängen der US-Justiz in Brüssel festgenommen. Er steht in den USA wegen Industriespionage und Verschwörung unter Anklage. Was er genau in Belgien tat, ist nicht deutlich. Belgien hat Xu am Mittwoch, wie jetzt bekannt wurde, an die US-Justiz ausgeliefert.

Das chinesische Außenministerium gab dazu an, dass die USA „viel Wind um nichts machen.“ Die Vorwürfe gegen ihren Landmann seien Unbegründet und würden sich „auf nichts stützen.“ Xu, der sich vor dem Bundesgericht des US-Staates Cincinnati verantworten muss, riskiert eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. 

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