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Islamisten im Kosovo verhaftet: Auch zwei Belgier festgenommen

In Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, sind drei Männer und eine Frau aus radikal-islamistischen Kreisen unter dem Verdacht festgenommen worden, Anschläge geplant zu haben. Neben Attentaten auf die Orthodoxe Kirche Serbiens sollen die vier Personen auch Anschläge in Belgien und in Frankreich geplant haben. Zwei der vier Festgenommenen haben auch die belgische Staatsantehörigkeit.

Die französische Presseagentur AFP hatte Einblick in die Anklageschriften gegen die vier festgenommenen Personen und meldete dazu, dass die Gruppe gleich mehrere Attentatspläne vorbereitete. Dazu gehörte ein Anschlag auf eine Orthodoxe Kirche im Norden von Mitrovica, auf zwei Diskotheken in der serbischen Enklave Gracanica im Kosovo und auf die internationale Nato-Einheit „Kosovo Force“, die den Frieden und die Sicherheit in dieser Region überwacht.

Die Anklageschrift vermeldet auch in Belgien und in Frankreich geplante Anschläge, doch präzise Angaben dazu konnte auch AFP nicht melden. Die Gruppe islamistische Terroristen soll vorgehabt haben, Sprengstoffanschläge per Fernzündung auf Diskotheken zu verüben und Selbstmordanschläge zu organisieren, wie sie bereits im November 2015 in Paris stattgefunden hatten.

Laut AFP sei ein bald bevorstehender Anschlag auf eine Kirche in Serbien durch die Verhaftungen gerade noch vermieden worden. Die Terrorgruppe habe geplant, eine Gruppe Menschen anzugreifen, die sich für ein religiöses dort versammeln werde. Bei zwei der vier Festgenommenen wurden auch belgische Ausweise gefunden. Dies kann darauf hinweisen, dass die Betroffenen auch die belgische Staatsangehörigkeit haben. 

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