Bart De Wever’s Mehrheit kann sich in Antwerpen knapp behaupten.

In Antwerpen kann die scheidende Koalition flämischer Nationalisten, Christdemokraten und Liberaler ihre Mehrheit im Stadtrat äußerst knapp verteidigen.  Die flämischen Nationalisten N-VA bleiben mit fast 36% der Stimmen und leichten Verlusten die mit Abstand größte Partei. Die Christdemokraten schneiden mit 6,9 Prozent und die Liberalen 5,7 Prozent ab.

Laut Sitzverteilung behalten diese drei Parteien 28 von 55 Sitzen im Stadtrat.

Besonders gut entwickelten sich die Grünen mit einem Plus von 10,4 % der Stimmen, so dass ihr Anteil auf 18,4% stieg und sie mit elf Sitzen zur zweitgrößten Partei in Antwerpen wurden. Die Sozialisten überzeugten 11,6% der Wähler. Die kommunistische PVDA verbesserte sich auf 8,9 Prozent. Eine linke Koalition verfügt nicht über eine Mehrheit.

In seiner ersten Rede im Parteihauptquartier sagte Bart De Wever am späten Sonntagabend, viele Koalitionen seien möglich, aber keine ohne die N-VA: "Die N-VA ist die mit Abstand größte Partei. Vor sechs Jahren gewannen wir unglaubliche 23 Sitze. Das haben wir nun wiederholt. Niemand hätte gedacht, dass wir es schaffen. Es war eine schwierige Kampagne, alle gegen uns."

De Wever kündigte an, er werde ab dem morgigen Montag mit allen Parteien über eine neue Koalition diskutieren.

Vorzugsstimmen

Das Wahlergebnis zeigt, dass der N-VA Bürgermeister Bart De Wever die meisten Vorzugsstimmen erhielt: fast 50.000. Es folgen der rechtsextreme Filip Dewinter mit 13.000 Stimmen und der Grüne Wouter Van Besien mit 9.500 Stimmen.

Christdemokrat Kris Peeters erhielt 6.500 Vorzugsstimmen, weniger als die Sozialistin Jinnih Beels (7.700) und der Kommunist Peter Mertens (7.300).

Weitere Nachrichten