Leuven: Trotz sozialistischer Verluste löst Ridouani den langjährigen Bürgermeister Tobback ab

In der Uni-Stadt Leuven (dt.: Löwen), der Hauptstadt der Provinz Flämisch-Brabant, verliert die amtierende Koalition von Sozialisten und Christdemokraten (CD&V) Stimmen. Aber trotzdem bleibt die sozialistische SP.A größte Partei. Damit dürfte Mohamed Ridouani (Foto), der designierte Nachfolger von Louis Tobback, als Sohn eines marokkanischen Gastarbeiters, neuer Bürgermeister werden.

Die SP.A, die mit dem inzwischen achtzigjährigen Louis Tobback während vier Legislaturperioden die Geschicke der Universitätsstadt leitete, verliert genau wie Koalitionspartner CD&V wohl Stimmen. Verbessern konnten sich vor allem die Grünen, die Nationaldemokraten von N-VA und die linksextreme PVDA.

Im Prinzip kann Ridouani nun Koalitionsverhandlungen beginnen und im Vorfeld der Wahlen hatte er schon angekündigt, seine Wunschpartner seien Grüne und Christdemokraten.

Was unternimmt die N-VA?

Zweitgrößte Partei in Leuven wird die N-VA vor Grünen und Christdemokraten.  N-VA Spitzenkandidat Lorin Parys will das Handtuch noch nicht in den Ring werfen. In einer ersten Reaktion sagte er, dass er jetzt auch nach einer Mehrheit sucht. "Mohamed hatte gesagt, dass er etwa 30 Prozent haben möchte und er hat nur 26, also kann er beschwerlich behaupten, er sei am Zug“, so der enttäuschte Parys.

 "Diese Wahl kennt zwei Gewinner - wir und die Grünen - und zwei Verlierer, die  SP.A. und die CD&V. Die aktuelle Koalition jetzt mit Grün zu verstärken, erscheint mir seltsam. Der Wähler hat klargestellt, dass er diese  SP.A-CD&V-Koalition nicht mehr will.  Wir werden jetzt Diskussionen führen, weil wir sehr daran interessiert sind, eine neue Geschichte für Leuven zu schreiben.“

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