Veljkovic machte Waasland-Beveren ein 200.000 Euro-Angebot

Der Vorsitzende von Waasland-Beveren hat zugegeben, dass der Spielervermittler Dejan Veljkovic versucht habe, ihn im Vorfeld eines wichtigen Spiels um den Klassenerhalt zu bestechen. Er habe ihm 200.000 Euro geboten, damit der Verein verliert.

Der serbische Spielervermittler Dejan Veljkovic hat letzte Saison mindestens einen Versuch unternommen, um im Kampf um den Klassenerhalt in der ersten Liga ein Spiel nach seinen Plänen zu beeinflussen.

Das geht aus einer gerichtlichen Untersuchung in Zusammenhang mit Betrug im belgischen Fußball hervor.  Die Ermittlungen laufen bereits seit Januar 2018. Veljkovic soll Kontakt zu bestimmten Verwaltungsmitgliedern beim KV Mechelen gesucht und das entscheidende Spiel gegen Waasland-Beveren versucht haben, zu manipulieren. "Vor dem Spiel hat Veljkovic ein Angebot in Höhe von 200.000 Euro gemacht", hat Dirk Huyck, der Vorsitzende von Waasland-Beveren der Justiz gestanden.

Huyck habe, wie er behauptet,  den Spielervermittler weggeschickt. "Ich wollte nichts damit zu tun haben", so Huyck. Das Gericht geht dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage nach. Zuvor gab auch Olivier Myny, ein ehemaliger Spieler von Waasland-Beveren, an, dass ihm herangetragen wurde, im Spiel gegen den KV Mechelen nicht alles zu geben. Den Ermittlungen zufolge, sollen sie beim KV Mechelen in Panik geraten sein, weil sie einen ernsthaften Verdacht hegten, dass das Spiel des Konkurrenten Eupen gegen Mouscron manipuliert worden sei.

Jetzt ist wohl der Fußballbund gefragt

Sollte die Aussage von Huyck stimmen, wird auch der Fußballbund hierzu Stellung nehmen müssen, denn Huyck ist der Meldepflicht bei Verdacht auf Bestechung nicht nachgekommen. Dadurch riskiert auch Waasland-Beveren Sanktionen.

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