Aufnahme von schutzbedürftigen Flüchtlingen auf 2019 verschoben

Vorerst werden keine schutzbedürftigen Flüchtlinge mehr in Belgien aufgenommen. Das schreibt die Zeitung De Standaard. Belgien hatte versprochen, 1.150 Flüchtlinge, vor allem Syrer aus der Türkei, Libanon und Jordanien, unterzubringen. In diesem Jahr sind bereits knapp 979 Flüchtlinge im Rahmen dieses Programms angekommen. Die restlichen 250 würden vorerst nicht zugelassen.

Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA), bestätigte gegenüber der Zeitung De Standaard, dass die Aufnahme weiterer Flüchtlinge auf Eis gelegt werde. Der Grund seien die Zunahme des Asylstroms und die voll ausgelasteten Asylzentren.

Das bedeute aber nicht, dass Belgien seine internationalen Verpflichtungen vernachlässige, fügte Francken hinzu. Man werde die Aufnahme auf das nächste Jahr verschieben, so der Minister im VRT-Radio am Morgen. Francken weist auch noch darauf hin, dass die Unterbringung von 1.150 schutzbedürftigen Flüchtlingen ein Engagement von zwei Jahren sei. Man müsse das Ganze von der praktischen Seite sehen, so Francken. Die Eröffnung neuer Zentren will Francken auf jeden Fall vermeiden. 

Sowieso sei das belgische Engagement gegenüber der Europäischen Kommission und den Vereinten Nationen nicht zwingend. "Sollten wir das Engagement einstellen, würde ich in der Kammer zwar wieder Hysterie und Gekreische hören, aber wir würden dafür nicht sanktioniert", so Francken auch noch.

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