Digitaler Fingerabdruck bald auf belgischem Personalausweis

Der Parlamentsausschuss für Innere Angelegenheiten hat grünes Licht für die Einführung von digitalen Fingerabdrücken auf  Personalausweisen gegeben. Das würde Personalausweise sicherer machen, heißt es. Die Datenschutzkommission hatte dem Vorhaben kritisch gegenübergestanden. Der ablehnenden Haltung der Datenschutzkommission zur Verwendung von Fingerabdrücken auf Personalausweisen wurde nicht Folge geleistet.

Die neue Maßnahme soll ab April 2019 eingeführt werden. Es werde zehn Jahre dauern, bis alle Personalausweise erneuert seien. Für Pässe gilt diese Maßnahme schon jetzt.

Der Gesetzesentwurf zur Einführung des digitalen Fingerabdrucks für Personalausweise stammt von Innenminister Jan Jambon. Mit der Maßnahme will Belgien einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor schaffen. Der Vorschlag wurde erneut vor dem Hintergrund der Terrorbekämpfung gemacht.

Der Personalausweis würde den Bürger trotz Ausweitung der biometrischen Daten nicht mehr Geld kosten, heißt es im Ministerium. Man könne, wenn man das wolle, auch schon vorher einen neuen Personalausweis beantragen.

Der Chip des Personalausweises wird ab April 2019 also einen digitalen Fingerabdruck des rechten und linken Zeigefingers enthalten. Die digitalen Fingerabdrücke würden nicht in einer zentralen Datenbank gesammelt, heißt es auch noch. Die Daten würden durch ein Echtheitszertifikat geschützt, das dafür sorge, dass nur befugte Personen Zugang hätten.

Die Regierung argumentierte, dass diese Maßnahme auch durch die Europäische Kommission befürwortet würde.

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