In Belgien wurde im ersten Halbjahr eine Rekordanzahl Raser geblitzt

Die  belgische Polizei hat in den ersten sechs Monaten von 2018 fast zwei Millionen Autofahrer  wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt, 9 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das entspricht 10.618 Rasern pro Tag, so viele waren es noch nie. Das berichtet die Zeitung Het Laatste Nieuws in ihrer Freitagsausgabe. Sie beruft sich auf Zahlen des Instituts für Verkehrssicherheit.

Zwischen 2010 und 2017 wurden durchschnittlich 8.962 Autofahrer täglich geblitzt. Vergangenes Jahr wurden aber schon im Schnitt 9.637 Geschwindigkeitsübertretungen pro Tag festgestellt.

"Dieser Anstieg bedeutet nicht unbedingt, dass wir schneller fahren als in der Vergangenheit", sagt Stef Willems vom Institut für Verkehrssicherheit (VIAS). Aber es wurde intensiver und häufiger kontrolliert. "In den letzten Monaten wurden viele zusätzliche Trajektkontrollen in Flandern in Betrieb genommen, die die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs auf einem bestimmten Autobahnabschnitt messen. Dazu kamen noch zusätzliche mobile Blitzen."

Mehr als die Hälfte der Temposünder hatte die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur leicht überschritten, das heißt sie waren bis zehn Stundenkilometer zu schnell. Die Polizei stellt auch fest, dass die meisten Rasern auf regionalen Straßen geblitzt werden.

In Flandern hat sich das Risiko erhöht, dass Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt werden. In Flandern wurden dreimal so viele Autofahrer geblitzt wie in Wallonien. "In Flandern gibt es mehr Straßenverkehr als in Wallonien. Es ist daher logisch, dass es hier auch mehr Geldstrafen gibt Aber in Flandern werden geringfügige Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit außerdem weniger toleriert als in Wallonien", so Stef Willems.

BELGA/MAETERLINCK

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