Charleroi: Bewerbung für die Kategorie "dümmste Verbrecher der Welt"

Mit einem Überfall auf einen E-Zigarettenladen wollte sich eine Gruppe junger Kleinkrimineller in der wallonischen Stadt Charleroi das schnelle Geld besorgen. Der Plan wurde zum Fiasko weil sich die Bande vom Ladeninhaber als absolute Volldeppen vorführen ließ. Dümmer geht’s überhaupt nicht mehr.  da und hatte nicht nur Probleme mit den Öffnungszeiten. 

Mehrere junge Männer wollten letzte Woche Samstag in der belgisch-wallonischen Stadt Charleroi einen ganz großen Coup landen. Im Visier der sechsköpfigen Gruppe: Ein Laden für E-Zigaretten. Selbstbewusst und scheinbar professionell betreten sie – wie die Bilder der Überwachungskamera zeigen - den Laden von Besitzer Didier. Während der vermeintliche Anführer ein Gespräch mit Didier beginnt und anscheinend etwas bestellt, durchstöbern die Komplizen den Laden und stecken sich in die Taschen, was zu greifen ist.

In ihren Jogginganzügen und Baseballkappen wirken die Jungs aber alles andere als angsteinflößend und so packt sich der Ladenbesitzer ein Herz. Er erklärt den Dieben, dass man am frühen Nachmittag keinen Laden überfällt. Es sei noch nicht genug Geld in der Kasse und bittet daher die Gruppe zum Ladenschluss wiederzukommen.

Die Täter nehmen den Vorschlag dankend an, schließlich zählt für gute Räuber nur Bares und so verlässt die Gruppe unbescholten das Geschäft - vorerst. Didier nutzt die kleine "Verbrechenspause" und alarmiert die Polizei. Diese reagiert zunächst verwundert und bezweifelt das die Täter noch einmal wiederkommen. Nachvollziehbar. Dennoch will man den Verkäufer nicht hängen lassen und schickt zwei Beamte zum Laden. Sicher ist sicher.

Dämlicher geht nicht mehr

Gegen 17.30 Uhr tauchen die jungen Männer wieder auf. Es gibt aber ein Problem. Das Geschäft ist noch eine Stunde geöffnet und die Polizisten sind noch nicht in Position. Anscheinend konnten die Diebe die Öffnungszeiten an der Tür nicht richtig interpretieren. Didier platzt der Kragen und erklärt den jungen Männern, dass halb sechs nicht halb sieben ist und schickt die Gruppe erneut weg. Bittet aber um ein Wiedersehen in einer Stunde. Erneut akzeptiert die Gruppe den Vorschlag und schlendert - zum zweiten Mal - unbescholten davon.

"Alle guten Dinge sind drei" werden sich die jungen Männer gedacht haben und kommen tatsächlich zurück in den Laden. Der Lockruf des Geldes ist einfach zu groß. Beim scheinbar letzten Raubversuch ist die Polizei jedoch vor Ort und kann die Gruppe stellen. Für Didier das Ende eines ereignisreichen Tages in seinem kleinen Laden. (Quelle: RTL info)

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