Belga/Flip Franssen

Hundert Künstler rufen Europäische Republik aus

Mehr als hundert Künstler werden am 10. November symbolisch und gleichzeitig eine Europäische Republik ausrufen. Sie machen das von Balkonen prominenter Kultureinrichtungen und von 24 Ländern aus. Damit wollen sie dem Ende des Ersten Weltkriegs gedenken. In Belgien wird dieses Manifest im NTGent und im BOZAR verkündet.

Hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs soll ein Manifest laut vorgelesen werden, das in Ton und Stil auf der Ausrufung verschiedener Republiken basiert. Es handelt sich um eine Initiative der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot, dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse und dem Schweizer Regisseur Milo Rau, der auch der künstlerische Direktor des NTGent ist.

Gut ein halbes Jahr vor den Europawahlen soll das 'European Balcony Project' die Bürger in Europa dazu motivieren, Verantwortung für das Europäische Projekt zu übernehmen. Ulrike Guérot, Robert Menasse und der Schweizer Regisseur, Theaterautor und Essayist Milo Rau wollen eine Debatte über eine fiktive Europäische Republik in Gang setzen, „die auf der Idee eines gemeinsamen Interesses, ohne Nationen und ohne Grenzen“ beruht.   

„Wir wünschen uns die Partizipation Kunstschaffender aller Sparten, um die gemeinsame Ausrufung der Europäischen Republik als künstlerische Intervention, laut und prominent in die Gesellschaft zu tragen“, heißt es von Seiten der Initiatoren. 

Die Künstler haben via Crowdfunding die nötigen Mittel eingesammelt, damit das Manifest der Europäischen Republik verlesen werden kann. Das Projekt umfasst auch noch weitere friedsame Demonstrationen und künstlerische Interventionen sowie Podiumsdiskussionen und Gespräche über die europäische Demokratie.

Weitere große Kultureinrichtungen, die am ‘European Balcony Project‘ teilnehmen, sind das Königliche Konservatorium Schottland, das Wiener Burgtheater, das Thalia Theater Hamburg, Biblioteca IBBY Lampedusa, Teatro Praga in Lissabon und die Stadsschouwburg Amsterdam

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